Software-Update bei 10.000km, Ausflug zum Potsdamer Platz und Laden am CEE

…Updates, kennen wir ja, von Windows…heute bekommt aber unser Peugeot iOn seinen ersten Software-Update verpasst! Mal sehen, vielleicht kann er ja danach fliegen…wenn ich Fotos machen kann, stelle ich sie hier ein. Termin ist 15 Uhr, bin gespannt.

Update: Nach knapp 2,5h waren die Techniker dann mit dem Update fertig, leider konnte ich nicht zusehen. Bislang sind mir keine Veränderungen aufgefallen, mag sein, dass das Bremsverhalten etwas verbessert wurde, kann aber auch Einbildung sein.

Immerhin gibt es doch noch was zu feiern: auf der Rückfahrt von der Werkstatt habe ich ersten 10.000km geschafft, die Akkus sind fitter den je, der iOn läuft und läuft und läuft, toll.

Am Abend ging es dann noch zum Potsdamer Platz, da ich dort noch einen längeren Termin hatte. Laden konnte ich dankenswerterweise in der Wilhemstraße beim CEE an der Außensteckdose, da ich ja immer noch keinen Schlüssel für Park & Charge habe (Schade über mich!).

Das CEE des BSM e.V., Wilhelmstraße 92, Berlin-Mitte

Das CEE des BSM e.V., Wilhelmstraße 92, Berlin-Mitte

Eröffnung der Park&Charge-Ladebox am CEE, 2012

Eröffnung der Park&Charge-Ladebox am CEE, 2012

Hat super geklappt, großer Dank an das Team vom CEE und Thomic, nach drei Stunden war der Wagen wieder voll, die Heimfahrt kein Problem.

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BEM-Stammtisch, 26.11.2012

Am Montag waren wir das erste Mal bei einem der eStammtische des BEM e.V. zu Gast. Neben kulinarischen Köstlichkeiten warteten zwei Vorträge auf uns: ein Erfahrungsbericht mit dem neuen eGolf von VW sowie ein Vortrag der Firma Mennekes rund um das Thema „Stecker/Kabel/Boxen/Säulen“.

Hr Schröter von obeta erzählte detailreich von seiner 92km langen Anreise zum obeta-Standort in Rathenow zur Eröffnung der dortigen Stromtankstelle (Mennekes-Ladesäule; 2*Typ2 und 2*Schuko). Wer bereits ein Elektroauto fährt, konnte die lebhaften Ausführungen sehr gut nachvollziehen. Erinnerte mich an meine Tour nach Greifswald. Für Nicht-Elektroauto-Nutzer ebenfalls interessant und spannend, aber…man muss so ein Auto eben fahren, um die Faszination so richtig nachvollziehen zu können. Natürlich ging es (auch) wieder um das Thema „Reichweite“ und „Heizung“, mit ein klein wenig Planung und Erfahrung ist das alles machbar. Insg. überzeugte der eGolf im Fahrverhalten. Bleibt nur zu hoffen, dass so ein Auto auch mal zu halbwegs vernünftigen Preisen auf der Markt kommt. Ob jetzt ein soooo großer Unterschied zu i-MiEV und Co. bestehen wird, werden wir dann sehen. Auch VW kann nicht zaubern und andere haben einfach einen großen Erfahrungsvorsprung.

Der Vortrag der Firma Mennekes artete ein wenig zu einer engagierten Diskussion rund um´s Laden aus. Insb. wurden die immer neuen Kabel/Stecker kritisiert. Dies alles mag technisch wunderbar sein, wird aber die Kosten in die Höhe treiben und wir sahen die Gefahr, dass „unser“ Laden kontrolliert wird. Hin oder her, noch geht mir nichts über das Laden an Drehstromboxen zuhausen oder bei Freunden!

Vor dem Berliner Energie Zentrum stehen zwei Ladesäulen (Vattenfall und Mennekes), die wir natürlich standesgemäß genutzt haben: Tesla, iOn und Ampera waren fleißig am Laden. So konnten wir am Ende gestärkt mit leckerem Fingerfood und Strom die Heimreise antreten. Hier noch ein paar Impressionen:

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Bioenergie-Tag in Trebbin, 21.11.2012

Gestern hatte ich die Möglichkeit, an der Konferenz zur Bioenergieregion-Ludwigsfelde-Plus+ (ja, die Schreibweise ist korrekt) teilzunehmen. Nach der kurzen Anreise nach Trebbin / OT Klein Schulzendorf (elektrisch natürlich…) konnten die Teilnehmer zuerst die Biogasanlage der agt bio energy besichtigen, die sich derzeit im Umbau befindet. Bislang wurde vor Ort das anfallende Biogas ausschließlich in zwei BHKW-Motoren à 500 kW verstromt, der größte Teil der Wärme wurde in die Umwelt entlassen, nur ein kleiner Teil wurde für die Anlage selbst verwendet. Da dies natürlich nicht Sinn der Sache ist und keine großen Wärmeabnehmer gefunden werden konnten (wie z.B. im energieautarken Dorf Feldheim – dort wurde ein separates Wärmenetz verlegt), wurde die Entscheidung getroffen, das anfallende Biogas aufzubereiten und zum größten Teil ins Erdgasverbundnetz einzuspeisen. Dazu muss das CO2 aus dem Biogas entfernt werden (wird in die Umwelt entlassen, ist aber nicht klima-belastetend, da von den Pflanzen vorher aufgenommen) und das verbleibende CH4 (Methan) noch aufbereitet werden (trocknen, entschwefeln). Nachdem Erdgas-Qualität hergestellt wird, kann das Gas dann engespeist werden. Derzeitiger Abnehmer ist die EnBW, die damit alte Pflanzenöl-BHKW befeuert. Hm, Biogas aus Brandenburg für Süddeutschland? Für die hiesige Nutzung, braucht es erst Abnehmer und die gab es noch nicht. Die Anlage ist seit wenigen Tagen in Betrieb, fährt jedoch noch nicht auf Volllast. Hier ein paar Impressionen:

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In der anschließenden Vortragsreihe wurde u.a. die Bedeutung der Bioenergie in Deutschland im Rahmen der Energiewende herausgestellt. Rund 2/3 der gesamten Energie aus erneuerbaren Quellen stammt aus Bioenergie in seinen vielen Formen. 2 Mio. ha tragen dazu in Deutschland bei, die Anbaufläche/Nutzfläche muss auf 4 Mio. ha vergrößert werden, dabei wird sehr darauf geachtet, keine Konkurrenz zu Lebensmittel zu erzeugen. Im Verbund mit Wind-, Wasser- und Solarenergie deutet sich da der Energiemix der Zukunft an.

Besonders spannend: Die zukünftige Nutzung des anfallenden CO2! Aus CO2 und Wasserstoff lässt sich Methan und Wasser bilden, stammt der Wasserstoff aus erneuerbarer Energie, kann man damit Strom perfekt speichern! Dahin wird es aber noch ein langer Weg sein, auch sind die Prozessverluste (noch) sehr hoch, daher kommt derzeit nur „Überschuss-Strom“ dafür in Frage. In Brandenburg werden aber derzeit kaum Windenergie- oder Solarenergieanlagen abgeregelt, in anderen Gebieten (Norddeutschland) jedoch öfters.

Spannend, lehrreich, macht Lust auf Zukunft!

Weltbank schlägt Alarm!

…dem Öl sei Dank!

Darum installieren wir mehr Photovoltaik, den unser Ziel ist es, noch mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen: for free, forever, on sunlight! Heute werden die neuen Module geliefert, mehr hier in wenigen Stunden!

Und so sehen die neuen mini-PV-Anlagen aus:

Drei Anlagen à 4 Module zu je 195 Watt, dazu Dachmontagematerial und Wechselrichter (separates Paket), alle Anlagen werden EEG-frei betrieben, d.h. direkte Einspeisung des Stroms in Hausnetz, die Wechselrichter sind VDE-konform mit ENS-Freischaltstelle. Bilder vom Aufbau folgen dann, wenn´s los geht.

BEM eStammtisch vom 26.11.2012

Am kommenden Montag findet im Berliner Energie Zentrum, Bessemerstraße 23-39 in 12103 Berlin-Tempelhof ab 19 Uhr der nächste eStammtisch des BEM e.V. statt. Wir freuen uns über die Einladung und werden voraussichtlich mit drei Fahrzeugen vor Ort sein (Tesla Roadster, Peugeot iOn und VW CityStromer). Geladen werden kann an der Ladesäule, um Anmeldung wird gebeten.

Vorgestellt wird u.a. der eGolf von VW, wir dürfen gespannt sein…

 

Einladung zum 1. eStammtisch am 1.12.2012

Tesla-Fahrer Hans lädt zum ersten eStammtisch am 1.12.2012 um 14 Uhr nach Trebbin ein. ePiloten, Hybridpiloten, Roller, Pedelecs etc. und natürlich Interessierte sind herzlich willkommen.

Treffpunkt ist die Drehstromkiste in Trebbin in der Goethestraße 1; dort stehen ein CEE-Anschluss mit 3*32A, 400 Volt sowie zwei CEE-Anschlüsse mit 1*16, 230 Volt zur Verfügung. Adapter, Kabel und Unterverteiler für den Kraftstromanschluss bitte mitbringen. Ggf. kann an einer anderen Stelle zusätzlich geladen werden. Genauer Standort hier.

Neben einer Besichtigtung der schönen Trebbiner Altstadt ist ein gemütliches Besammensein im Restaurant Clauertstuben geplant: Gedankenaustausch, Kennenlernen, Planung weitere Aktivitäten und Ausfüge, Fachsimpeln usw. Eventl. Fahrzeugschau.

Wir bitten um kurzfristige Anmeldung, damit geplant werden kann. Zur Anmeldung hier  (Doodle-Umfrage).

Noch Fragen? Unsere Kontaktdaten unter „Kontakt“ (oben) zu finden.

Wir freuen uns auf rege Beteiligung!!!

Kinder-Uni in Berlin-Lichtenberg: Wir tanken an der Steckdose (und das ist auch gut so!)

Lange nichts mehr geschrieben…gestern kam überraschend die Einladung, an der Kinder-Uni in Berlin-Lichtenberg teilzunehmen. Da gibt es heute eine Vorlesung mit dem Titel „Wir tanken an der Steckdose“ (ab 10 Uhr 30). Im Anschluss werden Elektrofahrzeuge präsentiert und Probefahrten angeboten. Neben anderen (BSM e.V. und Lautlos durch Deutschland) sind auch wir dabei.

Update von gestern…hm, was war denn das, Hr. Prof. Lindemann ???

Es fing ja alles prima an: schönes Hörsaal, sehr gut gefüllt, viele Kinder, gutes Wetter, toll!

Für uns Elektropiloten stand ein wenig vertrauenserweckender Stromverteiler zur Verfügung, auf den wir gerne verzichtet haben und unsere eigenen Verteiler anschlossen. Immerhin war ein 3*32A-Kraftstromanschluss vorhanden. Nach dem Eintreffen wurden unsere Fahrzeuge erstmal angeschlossen, vor Ort waren dann letztlich: Stromos (Siemens) von Germa eCars; Opel Ampera (privat); Mia electrique (Lautlos durch Deutschland – kam bei den Kids super gut an!); Peugeot iOn (privat); Tesla Roadster (privat, wie immer: der Hingucker); eTrabbi (privat, präsentiert wurde ein Umbausatz auf Elektroantrieb) und ein TWIKE (privat) sowie zwei Pedelecs und ein eMax-Roller (privat). Damit waren wir gut gerüstet und gingen dann zu Vorlesung, die bereits seit einigen Minuten im Gang war.

Prof. Lindemann hatte die Kids schnell für die Elektromobilität begeistert: warum uns das Öl ausgeht, wie ein Elektromotor funktioniert usw. Alles prima, viele Zwischenfragen. Doch dann: warum fahrt ihr noch einen Verbrenner? Klar: das Elektroauto ist zu teuer (der Verbrenner erst recht!), sind alles Prototypen (komisch, meinen iOn konnte ich ganz normal kaufen), die Batterie ist sauschwer (Verbrennungsmotor, Getriebe und Zubehör aber auch…), man kommt nicht weit (wie weit soll es denn sein?), die Batterie ist giftig (die Ölindustrie erst recht), der Strom kommt aus dem Kohlekraftwerk (und das Benzin wächst an der Tankstelle) und man muss 8 Stunden warten, bis man weiterfahren kann (mit der Schnellladung dauert es keine 60 Minuten!).

Jetzt regte sich langsam Unmut! Was will uns der Mann sagen: geht alles doch nicht? Ist er nun für oder gegen Elektromobilität? Hat er etwa die Entwicklungen der letzten Jahre nicht mitbekommen? Dann der Zwischenruf eines Kindes: Aber Sie warten doch auch nicht darauf, dass Ihr Handy geladen ist! Hört, hört! Das brachte den Professor durcheinander. Hat er ggf. jetzt erst bemerkt, dass ein Auto viele Stunden am Tag rumsteht und genug Zeit zum Laden hat? Möglicherweise fährt er gar kein Elektroauto und hat keine Erfahrungen…

Nun gut, nach dem Ende der Vorlesung gab es dann viele, viele Rundfahrten mit den Kids und viele interessierte Eltern. Der Professor wurde „aufgeklärt“, er war wohl nicht auf dem aktuellen Stand der Dinge.

Merke also: erst informieren, dann vorlesen. Dennoch vielen Dank an die Kinder-Uni Lichtenberg für die insgesamt gelungene Veranstaltung.