Probefahrt mit dem neuen Model S von Tesla am 17.02.2013 in Hamburg

Hallo,

Mit ein wenig Lampenfieber fuhren Mona und ich am 17.02.2013 nach Hamburg. Früh aufstehen war angesagt, denn die Probefahrt in Hamburg war für 10.00 Uhr angesagt. Und vorher galt es sich noch zu melden, einen kleinen Vortrag über Teslas Aktivitäten aufzunehmen. Dann war es soweit! Das erste Mal in echt stand ich dem neuen Model S von Tesla gegenüber! Dieses Auto kann bei gemäßigter Fahrweise bis zu 500 km am Stück fahren, hat rund 416 PS, ein Drehmoment auf der Antriebsachse von rund 5.000 Nm und beschleunigt in rund fünf Sekunden von Null auf 100 km/h, ist 4,98 m lang, hat vier Türen, und, und, und…. Aber das war ja alles klar. Doch das zu wissen und nun davor stehen und bald die Probefahrt antreten, das sind doch verschiedene Dinge. Die Aufregung stieg als uns der Instruktor in eines der vier Fahrzeuge, die für die Probefahrten zur Verfügung standen, bat. Alles wie gewohnt! Wenn da nicht dieser riesige senkrecht-stehende Bedienbildschirm in der Mittelkonsole wäre. Hier werden die meisten Fahrzeugdetails bedient. Er dient auch als Navi, Internet, Set-Up. Die Animationen sind aufregend. Wir fanden uns schnell zu Recht, obwohl der Instruktor-Beifahrer die Bedienung übernahm, damit wir uns auf das eigentliche Fahrvergnügen konzentrieren konnten.

Und was für ein Vergnügen das machte! Lautlos. Klar. Kennen wir schon als E-Fahrer. Nun aber noch souveräner auf Luftfederung dahingleiten. Das ist Oberklasse-Fahrkomfort. Was das Auto eigentlich ausmacht, ist genau das: Dahingleiten mit einer Ruhe, wie es kein Achtzylinder kann und innerhalb eines Augenzwinkerns die volle Antriebsleistung geräuschlos zu aktivieren. Das ist nicht mehr irdisch. So sollte Zukunft aussehen und so sollte sie Spaß machen. Voll besetzt mit fünf Erwachsenen war eine Souveränität beim Fahren und Beschleunigen, die hier Spitzenklasse ist und vielleicht neu definiert.

Das Umweltgefühl kam nicht zu kurz. Wer es nicht weiß: Die Limousine fährt vollelektrisch und rekuperiert beim Langsamer-Werden. Ein-Pedal-Bedienung ausschließlich mit dem Strompedal ist die Regel. Nur zum Stillstand oder stärkerem Abbremsen benötigt es die Fußbremse. So halten die Bremsen ewig! Der elektrische Verbrauch war angemessen mit durchschnittlichen rund 27 kWh auf 100 km hochgerechnet. Wechselnde Geschwindigkeiten und das aufregende Beschleunigen haben den Wert so hoch getrieben. Gleitend kann man dann so um 17 kWh auf 100 km erreichen. Dann sind 500 km mit einer Energiezellenladung (Akkuladung) „drin“.

In der Ausstattung kann Tesla noch ein wenig nachlegen. Für eine komplette Neuentwicklung in den wenigen Jahren aber erstaunlich, was Tesla hier baut und verkaufen wird.

Die ersten Auslieferungen in Europa an Endkunden sind für Ende Juni 2013 geplant. Schon jetzt werden 400 Stück pro Woche bei Tesla in USA produziert und in die Welt verkauft. Die Glücklichen sind schon sehr aufgeregt. Einige haben quasi vom Reißbrett eine mit einer Anzahlung versehenen Bestellung vor bereits rund vier Jahren aufgegeben. Dem Vernehmen nach bleiben die meisten Reservation-Holder bei Ihren Bestellungen.

So fuhren wir gegen Mittag wieder nach Hause mit der Gewissheit einer unter rund 1.000 Europäern zu sein, die bisher dieses faszinierende Auto selber fahren durften. Selber fahre ich einen Tesla-Roadster, der genauso aufregend ist. Die Fahrzeuge sind aber nicht vergleichbar. Wer es sich leisten kann (und will) stellt sich also zwei Elektrofahrzeuge hin.

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2 Kommentare

  1. Habe das Modell S letzte Woche in Zürich gefahren. Ein Traum . Fahre jetzt die MB E-Klasse (noch) ist praktisch ebenbürtig. Wenn der Batteriepreis noch ca 30% herunterkommt, man kann davon ausgehen dass sie 10 Jahre hält, wie bei meinem E-Bike der Fall , ist an einen Kauf zu denken. Uebrigens: Tempo-Beschleunigung geht wie
    bekannt auch mit dem rechten Fuss manuell. Also vorsichtig dann braucht es keine Leistungbegrenzung. So kann man sparen und Spass haben beim zügigen Fahren mit einem sehr schönen Auto.

  2. Hi,
    ich hatte das Vergnügen der Testfahrt am 26.01.2013 in München. Klasse, dass es endlich einen 5+2 Sitzer mit unglaublich viel Kofferraumplatz vorne und hinten gibt.
    Ich muss allerdings sagen, dass ich mir für den Alltagsbetrieb eine frei in Prozent einstellbare Leistungsbegrenzung wünschen würde. Aber da im Tesla eh alles softwareseitig gesteuert wird, liesse sich sowas ja nachprogrammieren (falls mehr Leute darauf Lust haben).

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