Klimaschutz durch Sparsamkeit – Veranstaltungsreihen in Städten Jüterbog, Luckenwalde und Trebbin

Die Frühjahr-2013-Veranstaltungsreihe ist durch. Trebbin war am 14.03.2013 im gut-besuchten Clauert-Theater „dran“. Die Städte Luckenwalde und Jüterbog einen bzw. zwei Tage zuvor. Die Ergebnisse wurde präsentiert von „Kema“ Dr. Huhn, Herren Haudel und Schüffler sowie Frau Baake.

Vorab-Artikel zur Veranstaltung:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12465297/61939/Energiekonzept -wird-praxistauglich-gemacht-Klimaschutz-durch-Sparsamkeit.html

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Im Bereich privater Maßnahmen verstand es der Dozent die E-Mobilität in kurzen Sätzen mit allen Vorurteilen zu bedienen, die landläufig bekannt sind. Und das in einer Runde von dem Thema offen zugewandten Teilnehmern! In Luckenwalde und Jüterbog wird es ebenso gewesen sein. E-Autos helfen also nicht, die Co2-Klimaziele zu erreichen? Falsch, denn ein Teilnehmer votierte heftig dagegen (das war ich). Und wie sich zeigte, waren in der Runde einige positive Erfahrungen und Einstellungen zum Thema E-Autos vorhanden. Die äußerten sich dann nach meiner Vorlage entsprechend. Vor allem sei festzuhalten, dass neben Co2-Einsparungen von E-Fahrzeugen – gerade weil vielfach und möglichst oft Naturstrom geladen wird – auch zahlreiche andere Verbrennungsgase eben besser im Kraftwerksschornstein behandelt werden können als im Auspuff eines Kraftfahrzeuges. Von der Ruhe vor Ort, die ein E-Auto bieten kann, war nicht die Rede. Zeit für Nachteiliges der E-Autos findet sich immer in den Vorträgen, Zeit für die zahlreichen Vorteile kaum einmal. Nun ist zumindest in Trebbin der Keim gesetzt. Einige Interessenten meldeten sich bei mir.

Ein 1. Energiestammtisch wurde als Folge von Interessenten für den 16.04.2013 ins Leben gerufen. Vernetzung ganz pragmatisch und spontan. So muss das sein!

In meiner TCO-Betrachtung meines Tesla-Roadster (Total Cost of Ownership) wird mein E-Auto rund die Hälfte eines vergleichbaren Sportwagens kosten. Mein Angebot war und ist in Trebbin, Gewerbetreibende, die vor allem örtlich und in Kurzstrecke unterwegs sind, von den Vorteilen von E-Autos zu überzeugen und zwar auch mit den Kosten, z.B. Leasing mit garantiertem Restwert (das bieten einige Firmen bereits an). Wer kann uns jetzt hier noch aufhalten? Bekanntlich könnten Gewerbetreibende in Trebbin z.B. in der Mittagspause ihr Fahrzeug an der 22-kW-Drehstromkiste am Clauerthaus (derzeit noch) kostenlos aufladen. Ob das wirklich bekannt ist?

Hans Kurtzweg

Besuch im CEE und beim InnoZ

Ein elektromobiler Tag:

Gegen 14 Uhr trafen wir uns mit Thomic Ruschmeyer vom BSM e.V. im Center erneuerbare Elektromobilität (CEE) in der Wilhelmstraße in Berlin. Thema: neue Ladestationen für das Berliner Umland sollen im Bereich der Stadt Gransee entstehen.

Anschließend ging es zunächst für mich weiter zum InnoZ in Berlin-Schöneberg. Eigentlich wollte ich dort nur mal wieder das schnelle Laden an der ChaDemo-Säule genießen (und den herrlichen Sonnenschein), doch wie der Zufall so will, kam es zu einem äußerst interessanten Gespräch mit dem Leiter des InnoZ, Herrn Hinrichs, und mit seinem Mitarbeiter, Frank Brehm. Später gesellte sich dann noch Hans mit seinem Tesla hinzu und wir verabredeten, demnächst vor Ort ein Treffen mit den Mitgliedern der Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg zu organisieren.

Besonders interessant für mich heute war, den Ladevorgang meines Peugeot iOn an der ChaDemo-Säule am Display beobachten zu können. Leider ist die RWE-Säule auf max. 11 kW Ladeleistung begrenzt, eigentlich kann mit bis zu 50 kW geladen werden. Hier die Impressionen des Tages.

Im letzten Bild ganz rechts sind die Ladekurven meines iOns an der ChaDemo-Säule zu erkennen. Im ersten Ladegang wurde mit max. 11 kW geladen, im zweiten mit max. 5,5 kW, da der Akku bereits zu 80% geladen war und dann beim „Nachladen“ mit reduziertes Leistung geladen wird.

Strom aus Gold im pentahotel Berlin-Potsdam

Anlässlich einer Tagung wollte ich ca. sechs Stunden laden im pentahotel Berlin-Potsdam, Warthestr. 20, 14513 Teltow. So halte ich es immer. Fast immer verstehen Hotels sich als „Gastgeber“ und lösen dieses ordentlich. Aber eben nur fast immer. Hier eine unrühmliche Ausnahme.

Man stellte mir nach einigem Schriftverkehr, bei dem auch Julian vom Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg sich einschaltete, schließlich eine Haushaltssteckdose in Aussicht, an der ich hätte laden können. Das wäre schon okay gewesen und hätte rund 16 kWh Ladung bedeutet. Das Hotel hätte von mir gut-aufgerundete fünf Euro in Trinkgeldkasse bekommen. Aber – die wollten glatte 25 Euro (!) als Service- und Ladepauschale! Das wäre Strom aus Gold gewesen – auch wenn ich dafür eine Rechnung bekommen sollte. Ich bin unter Hinweis auf diesen unbelehrbaren Service nicht zur Tagung gefahren und habe den Veranstalter (immerhin großer Kunde in dem Hotel) auf den für E-Fahrer schlechten Service hingewiesen. Das ist also keine gute Adresse für E-Fahrer.

Einweihung der Drehstromkiste in Berlin

Wenn das keine gelungene Einweihungsparty war! Viele Gäste, ganz viele Fahrzeuge aller Art, viele Gespräche. Und nun ist die erste Berliner Drehstromkiste am Netz und kann und soll fleißig besucht werden. Der Betreiber des Lesecafes hat verstanden: Laden und die Zeit für´s Angenehme nutzen. Hier ein paar Impressionen.

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Besonderes Interesse galt dem Think City von Dietmar, der uns heute das erste Mal besucht hat. Herzlich Willkommen in der Interessengemeinschaft und allzeit gute Fahrt mit dem kleinen roten Flitzer aus Norwegen.

Unser besonderer Dank an Detlef, der von Anfang an das Projekt so toll unterstützt hat. Und natürlich an Hans, der das Projekt organisiert hat.

Testladung an einer Vattenfall-Ladesäule in Berlin

In Verlauf dieser Woche kam endlich meine Ladekarte für die Vattenfall-Ladesäulen in Berlin. Heute wollte ich das mal testen und bin zu einer Säule auf einem REWE-Parkplatz gefahren. Hurra, endlich mal keine zugeparkten Stellplätze vor der Säule. Ok, war eh nicht viel los, aber vielleicht ist das doch die bessere Variante als am Straßenrand.

Den Ladevorgang beginnt man denkbar einfach: einfach die Karte mit dem RFID-Chip vor das Display halten, kurze Zeit später wird man mit Namen begrüßt und die beiden Anschlüsse werden freigeschaltet. Zur Verfügung stehen ein Anschluss für Typ2-Stecker und einer für Schuko, der sinnhafterweise mit einem Roller verziert ist. Da hat doch mal einer mitgedacht und lässt auch die Fahrzeuge laden, die noch Schukoanschluss haben.

Während des Ladens wird die geladene Energiemenge angezeigt, bei mir waren es etwas über 5 kW. Zum Beenden zieht man einfach der Stecker, fertig.

Fazit: Die Abrechnung via RFID-Karte ist einfach, die Handhabung der Säule unkompliziert, der Strompreis mit knapp 26 cent/kWh noch akzeptabel (2,95 Grundgebühr pro Monat). Positiv finde ich, dass noch ein Schukoanschluss vorhanden ist, so bleibt die Säule auch für alle zugänglich, die (noch) keinen Typ2-Stecker haben. Als Stromherkunft ist 100% Ökostrom angegeben.

Ladeausflug nach Spandau und Charlottenburg

Gestern hatte ich die Gelegenheit bei schönstem Frühlingswetter eine kleine Rundtour zu unternehmen und dabei u.a. die neue Drehstromkiste, die wir am 9.3. offiziell in Betrieb nehmen wollen, zu testen. Außerdem wollte ich die Ladung an einer RWE-Ladesäule in Berlin mit SMS-Zahlung testen, nachdem das ja schon zweimal nicht geklappt hatte.

Früh um 10 Uhr ging´s los. Den Wagen hatte ich an der Stromtankstelle am Rathaus Kleinmachnow (Drehstromkiste !) über Nacht aufgeladen.

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Da ich ausreichend Zeit hatte, bin ich die längere, aber schönere Tour vorbei an der Havel gefahren. Es ist einfach immer wieder faszinierend, abgaslos und völlig lärmfrei durch die Gegend zu rollen.

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Nach weiteren kurzweiligen Fahrminuten hatte ich dann die kleine Insel Eiswerder erreicht. Am Lese-Cafe wurde dann der Wagen auch gleich an die neue Drehstromkiste angeschlossen und begann auch sofort  zu laden.

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Da zeigte sich wieder einmal der große Vorteil des Drehstromnetzes: parken, Kiste öffnen und aktivieren, losladen. Keine Chipkarten oder ähnliches. Einen ganz großen Dank schon an dieser Stelle den Betreibern des Lese-Cafes, dass sie sich diesem System angeschlossen haben. Leider war das Cafe noch geschlossen, sonst hätte ich die Ladezeit mit einer heißen Schokolade überbrückt, so bin ich ein wenig umher spaziert und habe ein paar Fotos gemacht.

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Bis zum Lesecafe hatte ich übrigens keine 2 kWh verbraucht, so dauerte es auch nicht lange, bis der iOn wieder aufgeladen war. Test bestanden.

Als nächstes Zeil steuerte ich eine mir bekannte RWE-Ladesäule in Berlin Charlottenburg an und zwar die Säule in der Otto-Suhr-Allee 84. Dort angekommen zeigte sich das übliche Problem: beide markierten Stellplätze an der Säule waren durch Stinker zugeparkt. Ich hatte keine Lust, diese abschleppen zu lassen und bin in die Krumme-Straße an der Deutschen Oper fahren. Dort parke auch jemand so unglücklich auf beiden markierten Stellplätzen, dass ich mich legal/illegal dahin quetschen musste, um an die Säule ranzukommen.

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Ganz vorn stand ich schon 10cm auf dem Fußgängerüberweg…irgendwann kam der Fahrer und erntete böse Blicke. So, eigentlich wollte ich ja laden und per SMS bezahlen. Das hat dann auch prima geklappt und ich konnte in 30 Minuten wieder vollmachen. Das Laden und Bezahlen ist per SMS recht teuer (2,- pro Stunde an 16A), da nicht unterschieden wird zwischen 1 und 3-phasigem Laden. Für die paar Mal im Jahr ist das aber ok. Parkscheine kosten nicht viel weniger.