Winterzeit

Nun ist es doch noch Winter geworden, die Temperaturen sind unter den Nullpunkt gefallen. Fährt da ein Elektroauto eigentlich noch?

Hm, kurze Beschreibung einer Tour. Am Mittwoch ging es zunächst bei frostigen Temperaturen zur Arbeit nach Großbeeren, 11 Kilometer. Ich hatte den iOn morgens ein paar Minuten mit Omas altem AEG-Heizlüfter vorgewärmt und die Scheiben abgetaut. Ob ich den Strom dafür aus dem Akku nehme oder direkt aus dem Netz ist egal. Der Lüfter lief rund 10 Minuten und alles war klar für die Abfahrt.

Nach der Arbeit ging es dann weiter Richtung Berlin-Mitte, zu einem Gesprächstermin mit dem VCD (über die Inhalte werde ich hier demnächst berichten). Die Strecke betrug ca. 20 Kilometer und es war echt kalt. Ich bin ja ein harter Kerl, habe aber dann noch, Schande über mich, die letzten 10 Kilometer die Heizung angemacht…ja, ich gebe es zu! Das hat mich natürlich etwas mehr an Strom gekostet. Seit ich beim iOn die Heizung isoliert habe, jedoch spürbar weniger, als im Originalzustand. Vor Ort (Rudi-Dutschke-Straße) gab es zwar jede Menge Parkplätze, aber keine vernünftig erreichbare Stromtankstelle. Schade! Egal, der Akku war noch zu über 50% gefüllt.

Nach dem Gespräch sind Volker und ich dann gemütlich (mit Heizung!) zum Euref-Gelände gefahren und haben den iOn dort für 10 Minuten an den Schnelllader gehängt. War eigentlich nicht nötig, Volker wollte aber mal üben, den Chademo-Stecker zu benutzen. Zudem war ich interessiert, mit welche Leistung bei Kälte geladen wird. Der Akku war auf rund 50% entleert. In den 10 Minuten konnte der iOn mehr als 3 kWh laden (WOW!!!!!), die Ladeleistung sank von anfangs knapp 19 kW auf 11 kW. Auf dem Tablet konnten wir die Ladung beobachten. Die Zelltemperatur stieg dabei um knapp 5 Grad.

Anschließend folgte die letzte Etappe, zurück nach Kleinmachnow. Alles kein Problem: Elektroautos fahren auch bei Kälte. Letztlich waren das mehr als 50 km und es war noch ordentlich Saft in der Batterie.

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3 Kommentare

  1. „Ob ich den Strom dafür aus dem Akku nehme oder direkt aus dem Netz ist egal. “
    Nein, es ist nicht egal. Bei dem Umweg über den Akku gibt es Leistungsverluste, die man bei der Stromentnahme aus dem Netz nicht hat.
    Hauptsache der benutzte Lüfter ist effizient 😉

    • Ja, natürlich. Da habe ich mich ungenau ausgedrückt. Ich wollte sagen, dass die benötigte Energiemenge zur Vorwärmung gleich groß ist. Selbstverständlich ist es effizienter, diese dann aus dem Netz zu ziehen. Ob mein Heizlüfter nun mehr oder weniger effizient ist, weiß ich nicht zu sagen. Er ist zwar alt, aber sauber. Ggf. teste ich mal einen anderen, der ein stärkeres Gebläse hat, dann müsste es ggf. noch schneller gehen. Ich berichte.

  2. Auch das Model S fährt bei den Wintertemperaturen! Vorheizen am Netz – warum nicht? Nur Neider ohne Standheizung in ihrem Verbrenner (kostet dort ja 1k Euro aufwärts) kreiden uns das an. Dabei schont das den Akku und verbessert den Wirkungsgrad, denn hier muss nicht der Umweg Netz, Ladegerät, Akku genommen werden. Und soooo viel ist das Anheizen dann auch nicht… Das Aufrechterhalten der Temperatur ist dann „erträglich“. Aber frieren sollte heute niemand. Ich bemängele jedoch, dass keine Funktion möglich ist, die die Innentemperatur des Model S von Tesla auf unter 17,5°C einstellen lässt. Denn mit Winterklamotten angezogen sitze ich im Auto und würde sicher auch bei 16°C nicht frieren – jedenfalls nicht auf kurzer Strecke. Hauptsache die Scheiben sind beschlagfrei.
    Viele Grüße, Hans Kurtzweg

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