BürgerEnergieWende r etten!

Seit dem Bestehen der Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg setzen wir uns nicht nur für nachhaltige Mobilität, sondern auch dafür ein, dass unsere Elektrofahrzeuge mit umweltfreundlicher und erneuerbarer Energie fahren. Doch die Energiewende in Deutschland ist in Gefahr, so klar und deutlich muss man das aussprechen, wenn man liest, was all den BürgerEnergieProjekten droht, wenn die EEG-Reform, so wie sie von Herrn Gabriel geplant ist, durch den Bundestag kommt und tatsächlich Gesetz wird.

Kurz: Es droht das wirtschaftliches AUS für praktisch alle Projekte in Bürgerhand. Div. Mechanismen in der EEG-Novelle lassen kleine und mittlere Projekte unwirtschaftlich werden. Letztlich droht eine EnergieWende der besonderen Art, nämlich die Wende zurück in die Hände der großen „Energieversorger“.

Das Argumtent: Die Energiewende ist (zu) teuer und die Bürgerinnen und Bürger können nicht länger damit belastet werden.

Fakt ist jedoch: Strom aus erneuerbaren Energie wie Sonne, Wind oder Biomasse wird immer günstiger und kann bereits mit Strom aus herkömmlichen Kraftwerke konkurrieren…doch diese Kostenvorteile kommen nicht bei den Bürgern an! Und nun sollen auch noch z.B. der direkten Nutzung dieser umweltfreundlichen und kostengünstigen Energien, z.B. durch Mieter, oder der Eigenstrom-Nutzung weitere Riegel vorgeschoben werden, z.B. durch eine Zwangsabgabe auf eigenerzeugten Strom. Verkehrte Welt!

Wer heute und in Zukunft ein Elektrofahrzeug fährt, will dies mit sauberem Strom tun, möglichst sogar mit Strom, den er selber erzeugt hat. So ist Elektromobilität ein Baustein in der EnergieWende.

Damit das aber so bleiben kann, müssen wir jetzt aktiv werden. Dazu empfehle ich Euch, die Aktionen des Bündnis für Bürgerenergie zu unterstützen, gerade jetzt in erneuerbare Energien zu investieren und/oder sich jetzt für einen Ökostrom-Anbieter zu entscheiden. Jetzt entscheiden auch WIR, wie es mit der EnergieWende in Deutschland weiter geht.

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2. eTour-Brandenburg war ein großer Erfo lg

Am Samstag, 24.5., fand die zweite eTour-Brandenburg statt. 56 reine Elektro- und vier Hybridfahrzeuge durchfuhren auf einer 140km langen Stecke bei schönstem Wetter den Landkreis Potsdam Mittelmark und weihten auf der Tour gleich vier neue Ladestationen in Teltow, Beelitz, Bad Belzig und Caputh ein. Begleitet von zahlreichen Interessenten erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Brandenburg von seiner schönsten Seite, dabei kamen die Teilnehmer nicht nur aus Brandenburg und Berlin, sondern auch von weit her.

Die eTour-Brandenburg erstreckte sich diesmal auf drei Tage:

Am Freitag gab es ein großes Fahrertreffen mit den Teilnehmern der eTourEurope in Berlin im Center für Erneuerbare Mobilität des BSM in der Wilhelmstraße.

Die eTour-Brandenburg selbst fand am Samstag statt.

Am Sonntag besuchten rund 20 Teilnehmer noch das gemeinsame Frühstück im Restaurant Mövenpick am Fuße der Historischen Mühle und anschließend die Neuen Kammern am Schloss Sanssoucie.

Derzeit sammeln wir alle Fotos und stellen diese dann in Form einer Dia-Show in YouTube ein.

Vielen Dank an alle Beteiligten und Teilnehmer! Freut Euch auf ein Wiedersehen in 2016!!! Versprochen!!!

Eröffnung einer neuen Schnellladestation

Am 27.5. wurde in bester Lage, am Potsdamer Platz, eine neue Kombiladestation eingeweiht. Hier stehen Chademo, Typ2 und CCS zur Verfügung. Zum Laden wird eine Zugangskarte von TheNewMotion benötigt. Vor Ort, Joseff von Eichendorff Gasse Ecke Linkstraße, sind zwei PKW-Stellplätze vorhanden.

GPS: 52,50754 ; 13,37514

Gemeldet von
Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg

Wie die Stadtwerke Leipzig zur E-Tour Brandenburg kamen…

Als E-Auto-Neuling las ich 2012 von der ersten E-Tour Brandenburg und den Bemühungen der IGEMBB um nachhaltige Mobilität. Umso mehr freute ich mich über eine Neuauflage der E-Tour in 2014 – natürlich wollte ich dieses Mal dabei sein und meldete mich an.

Eine „Ladeplanung“ für die die Anreise war eigentlich überflüssig, da unser auf Lithium-Akkus umgestellter Peugeot 106 die Strecke Leipzig > Berlin sicher am Stück schafft.
Anreisetest für die E-Tour: Leipzig> Berlin>Dresden>Leipzig

Quartier mit Steckdose gebucht, Planungsdetails ausgedruckt, Badehose eingepackt und dann passierte es: Am Mittwochabend vor der Tour, Defekt am Auto – Fahren top, Laden flop… Stecker rein, aber es lief nur der Lüfter – kein Ladestart. Der Fehler war schnell gefunden, ein defektes Relais, Teile-Nummer abgeschrieben, Rechner angeworfen… 7 Euro, aber in Deutschland nicht auf Lager, am Abend bestellte ich schließlich das Teil aus England… das Auto war damit für die E-Tour aus dem Rennen. 😥

Natürlich wollte ich trotzdem dabei sein und suchte nach Alternativen. Unser zweiter 106er läuft noch mit NiCd-Akkus, Reichweite ca. 80 km. Das hätte ich zwei Mal voll ausreizen müssen und mindestens 5 Stunden zwischenladen auf der Hin- UND Rückfahrt. Das wollte ich nicht. Außerdem fehlt mir die Überland-Reichweiten-Erfahrung mit diesem Auto. Ich versuchte also ein geeigneteres Ersatzauto zu bekommen. Nach einigen Absagen von Autohäusern waren die Stadtwerke Leipzig meine letzte Hoffnung, ich fragte an – 15 min später wurde mir der Nissan Leaf zugesagt. 🙂

Natürlich wusste ich, dass der Leaf – mangels Möglichkeit zur Schellladung bis Berlin – nur bedingt langstreckentauglich ist. Freitagmittag sollte es losgehen. Ich bekam einen vollgeladenen Nissan Leaf im schicken E-Auto-Design übergeben. Übers goingelectric-Forum hatte ich mich zu einer Anreisegemeinschaft mit einem Zoe-Fahrer aus Ingolstadt verabredet. Da dieser auf dem Weg nach Leipzig wegen defekter Ladesäulen in Bayern Verspätung hatte, schlug ich einen Treff an der neuen CCS-Ladesäule in Schkeuditz vor. Ich fuhr hin und testete, dann kam der Zoe und übernahm die Typ2-Dose. Den 50kw-CCS-Anschluss musste ich leider ungenutzt lassen – offenbar hatte jemand „vergessen“ einen zweiten Stecker mit Chademo an der Säule einzuplanen. Bei Ankunft war die Säule mangels Beschilderung zunächst zugeparkt und es war nur ein Zugang mit „Kampflücke“ möglich.

Da es in der „Ladewüste“ zwischen Leipzig und Berlin aktuell noch keine öffentliche Typ2-Lademöglichkeit gab (Feldheim war leider defekt), steuerten wir einen privaten Ladehalt in Wittenberg an. Am „Hühnerstall“ gibt es Photovoltaik soweit das Auge reicht und wenn das zu wenig ist, kommen aus dem 85 kwh-Solarstromspeicher bis zu 18 kw Wechselrichterleistung. Der Zoe saugte sich mit 22 kw Ladeleistung wieder voll, ich konnte in knapp 1,5 Stunden nur ca. 3 kwh nachladen und hoffen, dass es reicht…

Natürlich war es knapp, Navi und Reichweite zeigten gegen Ende +/- identische Restkilometer an. Mangels Erfahrung legten wir für mich einen zweiten Ladestopp am Golfplatz in Michendorf ein. Auch diese „Location“ war sehr speziell. Die schwarzen Spritvernichter hatten zum Glück eine Lücke für mich gelassen. Nach kurzer Ladung ging es weiter und mit 7 km Restreichweite erreichte ich unsere Pension in Stahnsdorf und der Leaf kam an die Dose. Im Zoe ging es gemeinsam weiter zum Treffen beim BSM. Auf dem Rückweg fuhren wir mit dem Zoe noch schnell Laden. Am nächsten morgen war der Leaf voll, aber mein Stromzähler zeigte nur 18,5 nachgeladene kwh an. Bei 7 km Restreichweite und 24 kwh Akku (nominal) hätte ich eigentlich 20-23 kwh Aufnahme „ab Steckdose“ erwartet.

Am Samstag hatten wir nur 2 km Anfahrt nach Teltow. Jetzt ging es endlich richtig los, immer mehr E-Autos kamen zusammen. Auf einer 140 km-Runde durch den schönen Landkreis Potsdam-Mittelmark wurden u.a. drei neue Ladesäulen an Gemeinden übergeben und feierlich eingeweiht. Man konnte unterwegs Laden, von der Ministerin bis zum mobilen Chademo war alles dabei, was für ein gelungenes Event wichtig ist. Am Vormittag kam die Sonne heraus, die Stimmung war gut, man kam ins Gespräch – die Stadtwerke Leipzig erhielten von Nutzern gute Kritiken für den bisherigen Ausbau ihrer Ladeinfrastruktur. Leise rollten die Autos über die Landstraßen. Ein toller Tag!

Nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntag in Potsdam ging es dann auf die 150 km lange Rückreise, wieder gemeinsam mit dem Zoe, wieder mit Ladehalt im „Hühnerstall“. Ich wollte den Zoe nicht zu lange aufhalten und begnügte mich mit 45 min Schukodose (1,5 kwh Nachladung) und es sollte reichen.

Fazit: Der Leaf ist ein tolles Auto – groß und komfortabel, tolle Fahrleistungen und top Straßenlage – mangels 3-phasiger Lademöglichkeit jedoch hierzulande nur bedingt langstreckentauglich. Um mein Pensum zu schaffen, war Sparsamkeit immer oberstes Gebot – Beschleunigungsrausch verboten! Meine Verbräuche auf den drei Tagestouren lagen laut Ansage des Autos bei 15, 13 und 12 kwh/100km. Bei Übernahme hatte der Leaf gerade mal 3000 km drauf – ich habe 550 km hinzugefügt. Er sollte öfter mal Auslauf für längere Strecken bekommen! 😎

Und auch unser Peugeot 106 ist auch schon wieder fit, die Ersatzteil-Lieferung kam überraschend schnell. Das nächste Wiedersehen mit dem Stadtwerke-Leaf gibt es dann hoffentlich zur Lipsia-e-motion am Pfingstwochenende.

Vielen Dank an die Stadtwerke Leipzig für die spontane und unkomplizierte Bereitstellung des Nissan Leaf!

Lieber Julian, Vielen Dank an Dich für Deinen Einsatz und die tolle Organisation!

Viele Grüße aus Leipzig an alle Mitstreiter, Unterstützer und Besucher

Stefan

Stadt Trebbin weiht „öffentliche“ Typ2-Ladestation ein. Parkplatz Kirchplatz unter Carport. 11 kW

Erfreuliches wieder mal aus Trebbin zu berichten!

Heute am 15.05.2014 wurde die zweite (!) Ladestelle eingeweiht zusammen mit der Fahrzeugübergabe des Nissan Leaf an das Ordnungsamt der Stadt Trebbin. Die bisher Drehstromkiste in der Goethestr. (am Zaun zwischen Schule und Clauerthaus) bleibt bestehen (CEE32 und zweimal CEE16 blau).

Am neuen Ort:
https://www.google.de/maps/place/Kirchplatz/@52.2133493,13.212823,170m/data= !3m1!1e3!4m2!3m1!1s0x47a865d9ecdaa8f9:0x678dea3d8d90412d
unter dem dortigen Carport gelegen befindet sich eine Menneckes-Wallbox mit 11 kW Lademöglichkeit. Diese ist rund um die Uhr geöffnet. Nachts wird der Nissan Leaf vom Ordnungsamt dort geladen. Ein weiterer Parkplatz daneben ist reserviert. Fotos anbei.

Eine gelungene Sache, die aus Sicht der Stadt Trebbin weitere, angenehme Besucher anlocken soll. Genau in der Stadtmitte gelegen stehen dort fußläufig sehr viele Geschäfte und Dienstleister zur Verfügung.

Technische Daten:
1 x Typ2-Stecker. Ladebeginn automatisch. Zum Ladeende grünen Knopf drücken und sofort den Stecker ziehen. FI-Schalter Typ B allsensitiv. Auslösestrom gemessen ca. 14 mA. Schalter und Sicherungen alle erreichbar. Siehe Foto. Für die sichere Inbetriebnahme sorgte unser Mitglied Andreas Stoye als Beauftragter der Berliner Elektrohandwerkerinnung.

Hans Kurtzweg