Region unter Strom

Im Rahmen einer gemeinsamen Ausfahrt konnten wir uns heute von den enormen Anstrengungen der Region Trebbin, Landkreis Teltow-Fläming, in Sachen Klimaschutz und Elektromobilität überzeugen und überraschen lassen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Bürgermeister der Stadt Trebbin, Herrn Thomas Berger, und Herrn Hans Kurtzweg, Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg. Beiden an dieser Stelle recht herzlichen Dank für die Bemühungen und die Organisation. Hier in Kürze die EIndrücke, die die teilnehmenden Gäste gewinnen konnten.

Abfahrt ab Rathaus Trebbin, insgesamt waren sieben reine Elektrofahrzeuge samt Fahrerinnen und Fahrer sowie Gäste erschienen, darunter ein Tesla Roadster, zwei Nissan Leaf (einer davon ist ein Dienstfahrzeug der Stadt Trebbin – Herr Berger unterstrich u.a. die Wirtschaftlichkeit des Fahrzeuges gegen den herkömmlichen Fahrzeugen), ein Renault Twizy, ein ThinkCity aus Norwegischer Produktion, ein Peugeot iOn und ein 1995er VW Golf III CityStromer. Am Rathaus Trebbin befindet sich eine Ladestation mit Typ2-Anschluss, die hauptsächlich für den Dienstwagen (Nissan Leaf) genutzt wird, aber auch Gästen zur Verfügung steht. Aus Zeitnot wurde damals eine recht teure Wallbox der Firma Mennekes angeschaft (die Wallbox befindet sich wettergeschützt unter dem Carport). Der Strom wird dort kostenlos abgegeben. Ebenfalls in Trebbin befindet sich eine Drehstromkiste in unmittelbarer Nähe des Rathauses, an der ebenfalls kostenlos „getankt“ werden kann (Parkplatz Goethestraße).

Nach kurzer Ansprache und angeregter Diskussion setzten sich die Fahrzeuge flüsterleise in Richtung Kliestow in Bewegung, wo am dortigen Landgasthof eine Ladestation in Arbeit ist; derzeit kann übergangsweise an einem Kraftstromanschluss mit CEE-Buchse auf dem Hof geladen werden.

Im Anschluss ging die Fahrt weiter zum Flugplatz Schönhagen, der aufgrund seiner hervorragenden Lage von vielen Geschäftsreisenden genutzt wird. Hier wurde eine Wallbox mit Typ2- und Schuko-Anschlüssen installiert (max. 11 kW), die während der Betriebszeiten genutzt werden kann.

Sichtlich mit Freude und Stolz präsentierte Bürgermeister Berger die neue Ladestation. In der Planung ist u.a. das Angebot von Elektrofahrrädern und ggf. eines Elektroautos, mit denen Besucher des Flughafens und der Region den Naturpark Glau besuchen und Erledigungen in Potsdam und Berlin erledigen können. Hier wäre es ggf. denkbar, dass ein CarSharing-Unternehmen ein Elektrofahrzeug positioniert.

Ein besonderes Ziel wurde nun angesteuert, der Ortsteil Blankensee, die Perle der Region, wie Bürgermeister Berger zu Recht mehrfach betonte. Auch hier konnte ein hervorragender und sehr attraktiver Standort für die nächste Ladestation realisiert werden: direkt an der Landbäckerei Röhrig.

Diese Ladestation ist Teil der Brandenburger Initiative „Baden und Laden„.

Der Firmeninhaber stellte uns in beeindruckender Weise sein Engagement in Sachen Klimaschutz vor: neben einer Photovoltaikanlage mit fast 20 kW Leistung erhalten die Gebäude der Bäckerei Strom und Wärme aus einer großen thermischen Solaranlage und einem Erdgas-betriebenen Blockheizkraftwerk. Somit kann fast die gesamte benötigte Energie für Wärme und Strom hoch effizient und zum großen Teil erneuerbar direkt vor Ort gewonnen werden, was nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch der Wirtschaftlichkeit (Eigenverbrauch) des Betriebes dient.

Empfehlenswert ist aber nicht nur der Besuch der Bäckerei, sondern natürlich auch der vielen Sehenswürdigkeiten in und um Blankensee. Auf dem sich nun anschließenden Weg zur letzten Etappe kamen wir an einem neuen Solarpark vorbei, der sich in direkter Nähe zum Naturpark Glau befindet und auf einem ehemaligen Militärgelänge errichtet wurde.

Abschluss der Rundtour an der Kulturscheune in Thyrow. Auch hier wurde eine Ladestation mit Typ2- und Schukoanschlüssen errichtet, die während der Öffnungszeiten genutzt werden kann und ebenfalls Bestandteil der Initiative „Baden und Laden“ ist.

Zahlreiche Veranstaltungen finden hier statt und auch längere Anfahrten sind aufgrund der vorhandenen Ladestation nun problemlos möglich.

Aus Sicht der Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg sind hervorzuheben:

  • das große Engagement der Stadt Trebbin hinsichtlich der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen, insb. der Förderung der Elektromobilität im ländlichen Raum
  • die hervorragenden und attraktiven Standorte der Ladestationen inkl. großzügiger Nutzungszeiten
  • der effektiven Mittelverwendung durch Beschaffung leistungsfähiger und gleichzeitig kostengünstiger Ladestationen mit EU-genormten Typ2-Anschluss und zusätzlichem Schukoanschluss für Fahrzeuge wie z.b. den Renault Twizy, Toyota Prius PlugIn, TWIKE, Opel Ampera u.a. sowie Pedelecs (Achtung: Pedelec-Ladegeräte dürfen nicht im Freien verwendet werden)

Wir gratulieren der Stadt Trebbin und bedanken uns für das großartige Engagement aller Beteiligten. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und zahlreiche (Lade-)Gäste!

Text/Fotos: J. Affeldt

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1 Kommentar

  1. Es waren auch interessierte Bürger aus Trebbin und Kliestow dabei. Die durften in den Elektrofahrzeugen mitfahren und wechselten diese auch von Station zu Station. Die Begeisterung dieser Fahrgäste nahm auf der Tour stetig zu und am Ende war ein wirkliches elektrisches Grinsen zu erkennen.

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