Kleine Änderung, große Wirkung

Elektroautos wird ja nachgesagt, dass sie im Winter gerademal bis zur nächsten Ecke kommen und dann schon wieder geladen werden müssen. Grund: Die elektrische Heizung verbraucht so viel Strom, dass die Reichweite zusammen schmilzt, wie das Eis in der Sonne.

Nun, natürlich verbraucht eine elektrische Heizung in einem Auto, das über keine andere Wärmequelle (z.B. einem Verbrennungsmotor) verfügt, Strom. Klar, irgendwo her muss die benötigte Energie ja kommen. Im Elektroauto also aus dem Akku und damit steht logischerweise auch weniger Energie fürs Fahren zur Verfügung.

Abgesehen davon, dass man vlt. nicht bei jeder Fahrt die maximale Reichweite ausnutzt und so ausreichend Strom für das Heizen zur Verfügung steht, kann man vlt. auch die Heiztechnik optimieren und den Effekt spürbar mindern. In einigen Fahrzeugen kommt z.B. statt einer voll-elektrischen Heizung eine Wärmepumpe zum Einsatz, die deutlich weniger Strom verbraucht.

Der Mitsubishi I-MiEV (jetzt Mitsubishi EV) und die baugleichen Brüder von Peugeot und Citroen verfügen über einen elektrischen Heizkreis, der jedoch – im Vergleich zum restlichen Fahrzeug – nicht optimal ausgeführt ist. Hauptkritikpunkt sind die offen liegenden Heizschläuche für den Vor- und Rücklauf des Heizwassers und vor allem das im Fahrtwind liegende Heizelement. Wie bereits mehrfach in Foren beschrieben kann man die Schläuche und das Heizelement aber nachträglich isolieren. Und genau das habe ich nun machen lassen und das Ergebnis ist wirklich erstaunlich: Noch nie hatte ich es im iON so warm bei so wenig Stromverbrauch! Eigentlich unfassbar, dass Mitsubishi eine solche Lösung nicht von Hause aus anbietet.

Auf mehreren Testfahrten konnte ich sehr schön beobachten, dass nach dem anfänglichen Aufheizen des Heizsystems der Strombedarf massiv geringer ist und die ausströmende Luft fast schon heiß wird. Im kurzzeitigen Umluftbetrieb wurde es im Wagen schon fast ungemütlich warm.

Fazit: Elektroautos sind voll Winter-tauglich.

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