AW: Das ideale eAuto für die Masse oder die Brücke ins eZeitalter?

Ich bin kein Techniker, aber…

ich sehe nur noch eine letzte Anwendungsvariante für einen Verbrennungsmotor und zwar als hocheffizienter 25-kW-Generator in einem 80 kW-Elektroauto, d.h. der Verbrenner (1-Zylinder, 500 ccm, immer optimale Drehzahl und Last) treibt nicht mehr die Räder an (da sich das Kennfeld eines Verbrenners nun mal nicht optimal mit den Betriebsbedingungen eines PKW in Einklang bringen lässt), sondern erzeugt wie in einem BHKW nur noch so gut wie irgend möglich Strom und Wärme. Zudem verfügt ein solches Fahrzeug über einen ca. 5 kWh-Akku, den man in weniger als 2h komplett an jeder Steckdose aufladen kann, als Pufferspeicher und Energiereserve bei hoher Leistungsanforderung. Ein solches Fahrzeug in der Golf-Klasse kann mit einem solchen Gespann mit ca. 120 km/h unbegrenzt weit fahren (man kann laden und tanken), nutzt beide Systeme (E-Maschine und Generator) optimal aus, kann mit Ökostrom und Biokraftstoff betankt werden (z.B. Biogas oder Bioethanol) und ist für alle – auch Mieter und Wohnungseigentümer – sofort einsetzbar, ob sie eine Lademöglichkeit zuhause haben oder nicht. Auch ohne Lademöglichkeit wird der Generator Strom zum Nachladen des Akkus erzeugen, da beim Fahren selten mehr als 25 kW benötigt werden. Der Überschuss geht immer in den Akku. Im Winter steht ausreichend Innenraumwärme zur Verfügung, ohne den Akku zu belasten. Zudem kann mit einem Teil der Abwärme der Akku geheizt werden. An der Steckdose lassen sich Wagen und Akku problemlos laden und vorklimatisieren. Dazu reichen 2 kW-Anschlüsse, z.B. beim Park&Ride-Parkplatz oder im Einkaufszentrum. Wird der Strom kostenlos abgegeben (Parken ist ja an vielen Stellen bei einem Einkauf auch umsonst), ist das ein super Anreiz, das Auto fleißig einzustöpseln.

Ein solcher Generator ist einfach zu betreiben, braucht keine aufwändige Steuerung, keine Kupplung, kein Getriebe usw. Es kann zudem rein elektrisch fahren, z.B. in besonderen Umweltzonen oder nachts, wenn es ganz leise sein muss oder soll. Der Generator wird hoch Schall-gedämmt sein, leicht und ist kaum noch wahrzunehmen. Ein 10 Liter-Tank reicht für 250- km.

Solche Fahrzeuge würden von den Kunden sofort angenommen, da sie nicht über die üblichen Nachteile verfügen (Preis, begrenzte Reichweite, Ladezeiten, Abhängigkeit von einer (öffentlichen) Ladeinfrastruktur, Winter-Problematik), würden sich in großen Stückzahlen verkaufen, drücken damit die Preise und ermöglichen in wenigen Jahren dann reine Elektroautos mit kostengünstigen und größeren Akkus.

Zudem hätten wir sofort massive Umweltvorteile. Also quasi ein rollendes Plug-In-BHKW, das man ggf. sogar für das EFH verwenden kann. Strom- und Wärmeanschluss wären kein großes Problem, vlt. sogar mit einem Gasanschluss, um den Generator mit Gas aus dem Haus zu versorgen? Dieses Auto wird mit rund 3 Litern auskommen und dennoch 100% „Auto“ sein ohne Einschränkung (bis auf die Höchstgeschwindigkeit, wenn der Akku leer ist). Dies spielt aber kaum noch eine ernsthafte Rolle. Abzug und Fahrgefühl ist 100% wie in einem reinem Elektroauto. Später kann der Kunde dann zwischen Akku oder Brennstoffzelle als Stromquelle wählen. Der Preis sollte zwischen 30.000 und 40.000 hinzukriegen sein.

Ansatzweise arbeiten so der BMW i3-REX und der Opel Ampera, jedoch könnte man da aus meiner Sicht die Abstimmung noch weiter optimieren, um den Kraftstoffverbrauch weiter zu senken. Der Toyota Prius kommt dem ebenfalls sehr nahe, da er in vielen Situationen genauso arbeitet, jedoch den Wagen auch noch direkt über den Verbrenner antreibt. Er braucht im Mix 4 Liter/100 km.

Dies wäre der ideale Einsatz für die Restzeit der Verbrennungsmotoren. Leider will kein Hersteller ein solches Fahrzeug. Völlig unverständlich. Parallel-Hybriden sollen die Lösung sein? Na, ich weiß ja nicht. Volvo will mir den 100 km-Strom- und Dieselverbrauch für den V60 Twin Engine nicht nennen. Von Usern aus dem Volvo-Forum kenne ich ihn aber: mind. 22 kWh/100 km Strom und dazu/dann 6-9 Liter Diesel auf 100 km. Mit den 10 kWh ab Steckdose fährt er max. 45 km. Laut Prospekt: 1,8 Liter Diesel/100 km und 49 Gramm CO2. Ihr könnt ja mal selber nachrechnen.

Jetzt dürft ihr über mich herfallen, mich zerfetzen und widerlegen!

Julian

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