Tester Nr. 5 Home-Ladestation außer Betrieb gesetzt

Tester Nr. 5 Home-Ladestation außer Betrieb gesetzt

Hallo,

ich bin Olaf 36 Eventmanager bei Berlin Event und der Universal Hall und möchte sowohl mit der Elektromobilität als auch nachhaltigen Veranstaltungen (so genannten Green Events) die Umwelt verbessern und meinen Beitrag leisten. In meiner Firma haben wir vor 3 Jahren das erste Elektroauto, einen Renault Zoe, gekauft und haben seit dem knapp 40.000 km damit an Erfahrung gesammelt. Überwiegend sehr positive! Unser zweites und inzwischen auch drittes Elektroauto sind zwei Tesla S, um sich auch Deutschland- bzw. Europaweit ohne längere Stopps frei bewegen zu können. Diese Autos sind zwar ein wenig preisintensiver, aber die Qualität, Reichweite und der Imagegewinn sind es definitiv wert. Wir sind sehr glücklich, dass die Entwicklung so langsam an Fahrt gewinnt und hoffen in den nächsten Jahren viele Menschen von dieser tollen, innovativen und gesunden Technik begeistern zu können. Da ich zu Hause und in der näheren Umgebung der Firma am Potsdamer Platz auf reichlich Ladestationen Zugriff habe, ist das Laden überhaupt kein Problem. Spannend wird es ab morgen, wenn ich die private Station nicht mehr nutzen werde. Viel Erfolg allen Testern.

Mit besten Grüßen

Olaf Marsson

General Manager

Bitte denken Sie an die Umwelt, bevor Sie diese Mail drucken.

Berlin Event O.Schulz & M.Worm OHG

Potsdamer Str. 4
Im Sonycenter am Potsdamer Platz

10785 Berlin

Ust.Nr.34/226/00266
HRA: 44867

www.berlinevent.de

Tel. 030/288 317 90

Fax. 030/288 317 92

Handy 0176/26 11 95 71

Finden Sie uns auch unter http:// www.facebook.com/berlinevent!

Volvo versteht mich nicht

Leider hat auch Volvo nicht korrekt auf meine Fragen geantwortet. Auf meine Frage, ob Ausgleichs- oder Kalibrierungsladungen nötig sind, antwortet die freundliche Mitarbeiterin, dass man nicht vorher sagen könne, wie lange ein Ladevorgang dauere. Nicht genau das, was ich als Antwort erwartet habe. Ich möchte ja nur wissen, ob solche Sonderladungen überhaupt nötig sind. Geben wir Volvo noch eine Chance.

Ich halte fest:

  • Korrekt geantwortet haben bislang nur BMW und Audi.
  • Falsch bzw. nicht genau geantwortet haben KIA, Ford und Volvo. Hier habe ich nachgefragt.
  • VW, Daimler, Toyota, Mitsubishi, Tesla und Nissan haben noch nicht geantwortet.

Auch Vattenfall macht mit!

Und noch eine gute Nachricht: Vattenfall übergibt uns am Montag 8 Ladekarten, um im April an den Berliner Vattenfall-Ladestationen kostenlos laden zu können. Nun haben alle Teilnehmer einen Zugriff auf diverse Ladestationen in Berlin. Leider – auch das muss gesagt werden – spielt Allego nicht richtig mit. Hier ist TNM zwar der Betreiber, aber diese Stationen können für uns nicht kostenlos genutzt werden. Nun gut. Wir freuen uns auf morgen!

30 Tage im April

Mein Name ist Jörg Brömme,
verheiratet, vier erwachsene Kinder, arbeite in einem großen Verkehrsunternehmen in Berlin.
Ich bin Teilnehmer an dieser Aktion und werde einen Monat lang konsequent nur öffentliche Ladestationen benutzen. Für mich ist das nicht neu, ich praktiziere das weitgehend seit Anfang 2012.
Begonnen hat das elektrische Fahren mit einem 45’er Roller vom Baumarkt bereits in 2009.
Ab 2010 versuchte ich ein für uns bezahlbares elektrisches Auto zu finden. Ende 2011 fand ich schließlich eines, es war ein Citroen C-Zero. Seit Anfang 2012 fahre ich damit regelmäßig bis heute.
Zwischenzeitlich durfte ich einen BMW i3 für einen Monat und einen Nissan Leaf für 3 Monate zur Probe fahren. Insgesamt bin ich mit diesen Fahrzeugen über 50.000 km elektrisch gefahren.
Seit Juni 2015 befindet sich Zuwachs in unserer Familie. Wir haben uns einen ZOE von Renault angeschafft. Er hat bis heute 8.000 km auf dem Tachometer.
Zu erwähnen wäre noch, das wir auch gern Motorrad fahren. Das geschieht seit Juni 2014 ebenfalls nur noch elektrisch. Dazu wird ein BMW C-Evolution verwendet. Alle, ich nenne sie „Verbrenner“, haben wir inzwischen verkauft.
Wir, meine Frau und ich, beginnen unsere Teilnahme an dieser Aktion in Klausdorf in der nähe der Hansestadt Stralsund, natürlich nur öffentlich ladend, wie versprochen. Wir freuen uns sehr darauf auch unsere Erfahrungen hier mitteilen zu dürfen.

Tag „3“ – Ein Kommentar und Weckruf

Heute ist es soweit, heute will Teslamotors das vierte Modell (nach dem Roadster, Model S und Model X), „Model 3“ genannt, enthüllen und die Reservierungslisten öffnen. Der Anstrum wird gewaltig sein. Tesla macht´s eben richtig, das hat auch Stefan Niemand, Chef für Elektromobilität bei AUDI, vor kurzem geäußert. Das Model „3“ ist bzw. soll Teslas Antwort auf den Massenmarkt sein: ein erschwingliches, faszinierendes Stück Technik. Basierend auf den Millionen an Testkilometern, die alle bisherigen Tesla-Fahrer in den letzten Jahren gesammelt haben. Dafür ein dickes Danke! Hier wurden Erfahrungen auf der Straße gesammelt, die unbezahlbar sind und die in dieser Größenordnung kein anderer Hersteller, vielleicht noch Nissan, mit reinen Elektrofahrzeugen vorweisen und für die Weiterentwicklung nutzen kann. So wird jede Fahrzeuggeneration besser und besser. Das ist der Weg.

 

Bei so viel Verzückung muss aber der Blick auf den deutschen Markt die Stimmung vermiesen. Kaum 30.000 Elektroautos fahren auf deutschen Straßen umher, es hätten 2017 schon viel mehr sein müssen. Knapp das 10-Fache, wenn es nach den Plänen der NEP gegangen wäre. Deutschland liegt massiv hinter seinen Zielen zurück. Und wenn das nicht schon beschämend genug wäre: Was gilt da heute nicht alles als „Elektroauto“? Knapp 50 km elektrische Reichweite nach NEFZ und schon gilt einer dieser neuen PlugIn-Hybriden bereits als Elektroauto im Hersteller-Portfolio. Doch in der Praxis schrumpfen die 50 NEFZ-km ganz schnell zu vielleicht 35 oder 40 und bei Regen, Schnee und Kälte bleiben vielleicht noch 20 oder 25 km übrig. Elektroauto? Ganz sicher nicht. Mehr ein grün angemalter Elektrograshüpfer.

 

Nun soll es 3000 bzw. 5000 Euro Kaufprämie geben, um die Menschen zum Kauf eines Elektroautos anzuregen. Ich bin da skeptisch und ich weiß, dass nicht alle so denken. In anderen Ländern hat eine Kaufprämie einen wahren Kaufrausch ausgelöst, z.B. in Norwegen. Dennoch bin ich der Meinung, man sollte nicht den Kauf, sondern die Nutzung von Elektrofahrzeugen fördern. Denn nur durch die Nutzung entsteht der Nutzen für das Klima. Kostenfreies Laden und der Aufbau der Ladeingfrastruktur wären meiner Meinung nach die bessere Förderung, von der viel mehr Menschen profitieren können. Von der Kaufprämie profitieren nur die, die jetzt ein Auto kaufen können oder wollen. Wer sich später für ein Elektroauto entscheiden will oder muss, der geht leer aus. Von viel, viel mehr Ladestationen profitieren aber alle, heute und in Zukunft.

 

Schlimmer noch der Selbstbetrug mit den Verbrauchs- und Emissionswerten. Kaum einer dieser PlugIn-Hybride verbraucht angeblich mehr als 2 Liter auf 100 km. Glauben die Hersteller wirklich, wir Verbraucher nehmen euch das ab? Ich fühle mich da für dumm verkauft. Doch für die deutsche Klimapolitik sind das wahre Erfolgsgeschichten in Sachen Klimschutz und Senkung des Flottenverbrauches. Der Strom fällt vom Himmel (= Null CO2, obwohl fast die Hälfte unseres Strom aus Kohlekrafterken stammt) und auch Benzin und Diesel wachsen an der Tankstelle. Vorlaufmissionen? Gibt es offiziell nicht. Wir werden für dumm verkauft. Da reibe sich dann in 10 oder 20 Jahren niemand verwundert die Augen, wenn wir so viele saubere Autos auf den Straßen haben und die CO2-Emissionen immer noch nicht runtergehen. Selbst auf meine Anfrage bei ARAL, mit wieviel Gramm CO2 pro Kilometer wohl der AdBlue-Zusatz für Dieselfahrzeuge das Klima belastet, erhalte ich als Antwort: Diese Daten liegen nicht vor. Mit Selbstbetrug kommen wir nicht weiter. Es ist Zeit, die Karten auf den Tisch zu legen und offen zuzugeben, dass Deutschland weder in Sachen Luftreinhaltung noch in Sachen Elektromobilität so recht vorangekommen ist. In den USA fahren mancherorts mehr Hybrid-Autos durch die Gegend, als bei uns VW Golf. Und es gibt Modelle, die es bei uns gar nicht gibt. Wer kennt schon den Jetta hybrid oder die ganzen Hybridmodelle von Ford? Und wir quälen uns durch Dieselgate, NOx-Grenzwertüberschreitungen und CO2-Lügereien.

 

Ich fahre seit 2008 elektrisch, irgendwie habe ich aber das Gefühl, die Zeit ist stehen geblieben. Es ist Zeit, dass ein Ruck durch Deutschland geht – hat schon Roman Herzog gesagt. Klimaschutz und nachhaltige Mobilität müssen in den Köpfen ankommen, müssen gelebt werden. Ein Beispiel.

 

 

 

Urlaub an der Ostsee, in der Nähe von Wismar. Keine Stromtankstelle weit und breit. Tatsächlich finde ich eine Park and Charge-Ladebox am Trafohaus eines kleinen Windparks, ca. 10 km südlich von Wismar. Öffentlich zugänglich. Doch ich habe keine PnC-Mitgliedschaft. Da trennen mich nun 2mm Stahlblech vom feinsten Ökostrom, den man finden kann und 40 Meter über mir zischen die Rotorblätter durch den blauen Ostseehimmel. Dies ist beispielhaft für die Elektromobilität in Deutschland: Es gibt keinen Masterplan. Barrieren und Diskriminierungen überall.

 

Wie einfach ist es doch, Benzin oder Diesel zu tanken. An die Tankstelle fahren, tanken, mit Bargeld oder EC-Karte bezahlen, fertig. Da stehe ich an der Zapfsäule weder vor Schlössern und kann bequem meine Schulden bezahlen. Da gibt es keine Diskriminierung, weil ich vielleicht kein deutsches Auto mit deutschem Tankanschluss fahre, jeder Kunde ist willkommen. Als Elektroautofahrer in 2017 erlebe ich aber Barrieren und Diskriminierung, obwohl ich doch „die Zukunft“ fahre. So jedenfalls, kann das nicht gehen. Und daher rufe ich allen Verantwortlichen und Entscheidern zu: Macht endlich die Schlösser auf und konzentriert Euch auf das Ziel: Nachhaltige Mobilität in jeder Spielart auf der Basis lokal und regional erzeugter Energie muss für alle zugänglich und möglich sein. Seid mutig und geht voran.

 

Wir sind es unseren Kindern schuldig.

 

(Dieser Beitrag spiegelt die Ansichten und Gedanken des Autors wider.)

 

Autor: julian affeldt

Macht Vattenfall doch noch mit?

RWE, TheNewMotion, die eMO, der BSM und BEM – alle sind von der Aktion „30 Tage im April“ begeistert und freuen sich auf die Berichte und Fotos der Teilnehmer…doch Vattenfall, Berlins größter Energieversorger und Betreiber zahlreicher Ladestationen in der Hauptstadt, schweigt sich aus. Nochmals habe ich heute Vattenfall angeschrieben und nach einer Beteiligung gefragt. Die Zeit läuft. Ich bin gespannt.