Lade-teuer an der be-emobil-Ladesäule am Hindenburgdamm

Schon mal an einer der neuen be-emobil-Ladesäule geladen? Nein? Dann wird es aber höchste Zeit, denn das ist ein echtes Lade-teuer.

Angekommen an der Ladesäule am Klinikum-Steglitz/Hindenburgdamm finden wir die beiden Stellplätze…frei! Hurra!!! Wir stellen das Auto auf den ersten Platz und holen das Ladekabel aus dem Kofferraum. Die erste Ernüchterung: Das Kabel reicht nicht bis zur Säule. Der iON hat seinen Ladeanschluss hinten rechts. Das 3m lange Ladekabel reichen nicht aus, das Auto muss umgesetzt werden. Ok, das merke ich mir.

Nun die RFID-Karte holen, um den Ladevorgang zu starten. Auf der Säule gibt es eine rudimentäre Anleitung in Bildern. Doch…wo nur muss man die RFID-Karte hinhalten??? Nach einigem Suchen finden wir das Symbol…Straßen-seitig! Nanu, was soll denn das? Warum befindet sich der Kontaktpunkt nicht auf der Seite des Bürgersteiges? Man muss also auf die Straße treten. Ich finde das weder sicher noch sinnvoll, weil im Winter hier sicher alles voll Schnee und Dreck liegt. Meiner Meinung nach gehören alle Bedienelemente auf die Seite des Bürgersteiges.

Heute soll ca. zwei Stunden geladen werden, die Batterie ist zur Hälfte entladen. Das wird ein teurer Spaß, denn derzeit kostet die Lademinute an den be-emobil-Säulen satte 5 Cent, also 3 Euro pro Stunde. 6 Euro wird uns also das Laden hier kosten. Umgerechnet entspricht das bei meinem iON aufgrund der eher geringen Ladegeschwindigkeit (3,3 kW) einem Euro pro kWh. Laden die anderen Fahrzeuge schneller? Nein! So gut wie alle aktuellen Elektroautos laden an Typ2 nur mit 3,3 kW…im Vergleich zum Laden an einer Vattenfall- oder RWE-Säule kostet das Laden hier also mehr als das Dreifach für uns. Nun gut, das ist eine Aktion und wir wollen Erfahrungen sammeln und weitergeben. Kurz: Der Zeittakt ist völlig unangebracht. Im Übrigen gibt es an der Säule keinen einzigen Hinweis auf die Kosten für das Laden. ich habe vorher im Internet recherchiert. Man stelle sich das mal an einer normalen Tankstelle vor: Tanken ja, aber nach Zeit, und dann kein Hinweis auf die Kosten…undenkbar!

Nach zwei Stunden soll das Auto von der Säule gelöst werden, dazu muss die RFID-Karte erneut vor das Kontaktsymbol gehalten werden. Und jetzt? Im Display steht so etwas wie „Warten…Prüfung…“. Nach einer gefühlten kleinen Ewigkeit gibt die Säule dann das Ladekabel wieder frei und es geht ab nach Hause.

Ganz ehrlich? An keiner anderen Säule ist das so kompliziert. An keiner anderen Säule ist das Laden für uns so teuer. Und das soll jetzt DAS neue große Ladesystem in Berlin werden? Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, als ob hier kein Anwender gefragt wurde.

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