Halbzeitbericht

Nachdem ich urlaubsbedingt etwas verspätet gestartet bin in die 30-Tage ohne zuhause Laden nun ein erster Zwischenbericht zur Mitte des Monats. Ab Start am 03.04.16 bis heute bin ich 661 KM rein elektrisch und mit öffentlichen Ladesäulen gefahren. Da ich keine Ladesäule zu Hause habe war das öffentliche Laden jetzt nicht ganz so aufregend für mich. Die täglichen 25km Arbeitsweg eine Strecke von Weissensee nach Bernau habe ich ständig, und in Bernau kann ich an der Drehstromkiste laden. Das macht sich während der Arbeit sehr gut. Als persönliches Highlight kann ich hier nun angeben war unter anderem mein erster Ladevorgang an eine RWE Säule. Mittwoch den 6.4. bin ich von Bernau ins MAFZ, dort eine Stunde an der öffentlichen kostenlosen EON Säule geladen während eines Termins dann weiter nach Spandau. Vor dem Einkaufszentrum angehalten, ich brauch ne neue Badehose. Mit den von RWE bereit gestellten Zugangsdaten die App runtergeladen, Daten eingetragen, Schuko Stecker eingesteckt, Säule freigeschaltet,…..es lädt. Kurz einkaufen 20min und wieder zurück. Weiter gehts.
Nach schlechten Erfahrungen mit Vattenfall Säulen bin ich sozusagen begeistert wie einfach das war und es funktioniert. Bisher war ich kein Kunde bei RWE da dort eine monatliche Grundgebühr aufgerufen wird egal ob geladen wird oder nicht und ich dies nicht so recht einsehe und mein Bedarf bisher auch nicht so gross war. Dennoch muss ich mir das merken.
Im Februar hatte eine Vattenfallsäule nach Ende des Ladevorgangs meinen Typ2 Adapter nicht mehr hergeben wollen. Der Notfalltechniker war dann auch nach nur kurzen zwei Stunden Wartezeit da und hatte mir abgeraten diese öffentlichen Säulen weiter zu frequentieren da mein Adapter mit dem Selbstschliessmechanismuss nicht kompatibel ist. Na toll. Aber RWE, das war gut.
Meine persönlich negativste Erfahrung. Das Abrechnungssystem von Be-Emobil. In der Nähe meines Wohnorts in der Herbert Baum Strasse in Weissensee ist eine neue Ladesäule eben dieses Anbieters entstanden. Ich wollte diese Säule sowieso ausprobieren um zu sehen ob diese sich eignet nach einem langen Arbeitstag mein Auto per Schnarchladung aufzuladen. Nachdem ich das Zeitbasierte Abrechnungsmodell der Be-Emobil Säulen gesehen habe, musste ich diese Idee wieder streichen. Mit meinem Leaf kann ich da maximal mit 3,6 KW/H laden. Das ist ganz schön teuer und extrem stressig weil man ja dann auch da sein sollte wenn die Ladung beendet ist. Und wer will schon so einen Termin-Terror nach der Arbeit. Ich verstehe ja die Intention die Säulen möglichst frei zu halten für neue E-Auto Fahrer, aber dann sollten die Säulen wenigstens einen diskriminierungsfreien Zugang mit Triple-Schnelllader anbieten.
Nun ja leider habe ich diese Abrechnungsmodell meiner Frau nicht mitgeteilt. Sie also noch im Hinterkopf, dass wir diese Säule ausprobieren wollen. Stellt unser Auto ohne mein wissen abends hin. Stellt das Ladekabel auf 6 A ein (statt 16 A wenn man es eilig hat) und geht nach Hause. Wir reden nicht drüber ich fahr am nächsten Tag mit dem Rad zur Arbeit. Als ich nach Hause komm frage ich nach dem Auto. Sie teilt mir mit es steht jetzt bald 24 Std an der Be-Emobil Säule und lädt immer noch. Ich werde beinahe ohnmächtig und hole den Leaf schnellstmöglich ab. Ich habe also ca. 20KWh, oder ca 130km Reichweite, für ungefähr 70€ getankt.

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So teuer kann öffentlich laden sein. Seit diesem Tag hat das zeitbasierte Abrechnungsmodell einen echten Feind gewonnen.
Wenn das die tolle Idee in Berlin ist um öffentliche Ladestruktur herzustellen na dann gute Nacht Elektromobilität.

Weiter also im Text. Samstag den 11.04.16 hatte ich eine längere Tour vor mir. Mit dem Leaf mit 105KM Restreichweite mittags von Weissensee an den Werbellinsee. Dort 90min an die Drehstromkiste. Währenddessen war ich auf dem Flohmarkt und bin bisschen am See geschlendert. Bei Abfahrt zeigt mir meine Reichweite 83km an. Nächste Station Liepe das Schiffshebewerk. Keine Ladestation weit und breit. Also Sightseeing und dann zurück nach Hause. Bei Bernau zeigt mir mein Leaf an „niedriger Ladezustand“. Na toll. Ich bin etwas in eile was nun. Nach Weissensee schafft mein Leafy es so nicht mehr oder nur sehr knapp und dann brauche ich sofort eine Ladestation. Und an die Be-Emobil Säule geh ich nie wieder! Ausserdem habe ich in Laufweite bei mir zu Hause auch keine mögliche Ladestation ausser eine Vattenfall bei REWE in der Seestr. und da hab ich ja das Adapterproblem. Es hilft alles nichts. Also halte ich in Bernau an der Drehstromkiste und lass mein Auto stehen. Ich nehm die Bahn nach Hause, schaffe es rechtzeitig zu meiner Verabredung und hol mein Auto Sonntag morgens wieder ab vollgeladen. Umständlich aber geht schon. Ein bisschen mehr Reichweite und ich hätte es auch so geschafft. Nun ja.

Grüsse an alle. Es wird schon noch besser mit der Ladestruktur :-).

Fabian Blanda Testfahrer Nr. 1

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1 Kommentar

  1. Das Type2-Steckerrproblem an Vattenfall-Säulen hatte ich auch schon einmal. Mein Stecker (ist ein Adapter von Schuko auf Typ2, fahre einen Twizy) hat eine umlaufende Vertiefung, die sich ebenfalls im Sperrmechanismus der Säule verhakt. Ich habe die Vertiefung mit Klebeband eingeebnet, so sollte es funktionieren.

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