4. Brandenburger E-Mobilitätstage

Angespannt und servös saß ich am 21.04.16 vor dem Rechner und studierte die Anfahrtsroute aber

vielmehr die Lademöglichkeiten auf dem Gelände des
MAFZ (Märkisches Ausstellungs und Freizeit Zentrum). Die Homepage hat Lademöglichkeiten
mit den Steckern „Typ1“, „Typ2“ und „Schuko“ versprochen. Ungewiss war wie viele Elektroautointeressierte es
wohl nach Paaren im Glien zu den 4. Brandenburger E-Mobilitätstage zieht. Der Routenplaner zeigte eine
Anfahrtsstrecke von 56 km. Heißt bei kleinen Reisen mit dem Peugeot Ion am Ziel – LADEN. Am Abend kontrollierte
ich nochmal den Ladezustand meines Peugeot Ions. Alles ok, alle schwarzen Balken in der
Batteriezustandsanzeige sichtbar.
Nachdem ich am Morgen meinen Sohn in den Kindergarten gefahren habe startete ich die Anfahrt über die

A10 um ca. 8.00 Uhr. Offiziell beginnt die Veranstaltung erst um 10 Uhr. Ich wollte pünktlich sein, um auf jeden Fall
eine Lademöglichkeit abzubekommen. Leider waren alle LKW´s so schnell unterwegs, dass eine Windschattenfahrt
mit einer Geschwindigkeit von 80-90 km/h kaum möglich war. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 62 km/h (laut Canion)
kam ich nach 55 min mit 47% Restbatteriezustand am Tor 3 des MAFZ´s an. Direkt am Parkplatz hinter dem Tor 3 lachte mich die
erste Ladesäule (1x Typ1) an. Abgeparkt und eingestöpselt. Perfekt, alles läuft nach Plan. Ein Rundumblick weißte auch
schon den Weg zur „Brandenburghalle“. Dort fand die Fachtagung zum Thema „Elektromobilität“ statt. Schräg gegenüber
vom Eingang befand sich die zweite Ladesäule (1x Typ2 22kW und 1x Schuko). Weit und breit keine weitere Ladeinfrastruktur
zu sehen. Ich war besorgt. Vorstellbar ist doch eine Anreise der Besucher und Vortragenden mit einem Elektroauto, jedenfalls
liegt das doch nahe, dachte, überlegte ich. Und siehe da, die ersten Elektrofahrzeuge rollten auf die zweite Ladesäule zu.
Während der Veranstaltung wurde kein Wort über die zu geringe Anzahl von Lademöglichkeiten gesprochen. Wie ein Karussell
fand in regelmäßigen Abständen eine Rotation der Elektroautos vor der zweiten Ladesäule statt. Im Gespräch mit einem Besucher
klagte er mir sein Leid nun nach Hause schleichen zu müssen, weil zu seiner Besuchszeit alle Lademöglichkeiten ausgeschöpft waren.
Immer wieder wurde heute in den Vorträgen und Ansprachen deutlich, dass die Regierung zu wenig tut um die Elektromobilität in der
Bevölkerung zu etablieren. Ursache dafür seien nicht die zu kleinen Batterien in den Fahrzeugen, sondern schlicht und einfach die
schlechte Ladeinfrastruktur.

Die Ansprachen, Kommentare und natürlich die Fachvorträge waren wirklich gelungen.
Es ist noch viel zu tun, um die E-Mobilität weiter zu verbreiten. Das geht leider nicht mit einem
Ruck aber ist unaufhaltbar. Und das ist auch gut so!

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