Abschlussbericht Tester Nr1.

Hallo,

am 03.04.16 bin ich zum Projekt gestartet. insgesamt bin ich ca 1100Km elektrisch gefahren hauptsächlich meinen Arbeitsweg von ca 50km täglich. Ich nutze den Leaf viel geschäftlich. Im privaten Bereich nutzen wir lieber das Fahrrad. Ich finde auch wer in Berlin viel mit dem Auto fährt ist selbst schuld.
Positiv für mich war insbesondere die Ladeapp von RWE die wirklich problemfrei funktioniert hat. Innerhalb von Berlin ist die Verfügbarkeit von Ladestationen auch immer ausreichend gewesen aus meiner Sicht. Da war öffentliches Laden wirklich stressfrei. In der Stadt ist es allerdings ein Problem wenn kein Schnelllader verfügbar ist, in meinem Fall Chademo. Wenn der am Friedrichshain nicht verfügbar war ging zwar meistens der am Hotel Andels aber wenn beide nicht gehen dann wird es schwer. Mit 3,xxx Kw/h zu laden ist einfach inakzeptabel wenn es nicht gerade über Nacht oder bei der Arbeit ist. Wenn dann noch ein zeitbasierter Tarif abgerechnet wird ist das ganze System Elektroauto zum scheitern verurteilt. Nach meinem Vorfall an der Be-Emobil Säule bin ich gespannt ob man mir eine Rechnung für über einen Tag Schnarchladung schickt oder ob das kulant gehandhabt wird (siehe letzten Bericht).
Da ich viel im nördlichen Brandenburg unterwegs bin konnte ich leider nicht immer auf die bereits gut nutzbare Infrastruktur in Berlin zugreifen. Ohne die Initiative vieler Privatleute und Geschäftsleute die Ihre Ladestationen öffentlich machen wäre ich häufig verloren gewesen. Ich musste da bei jedem Halt laden. Insbesondere die Drehstromkisten in Bernau, Altenhof und die Park&Ride Säule in Eberswalde wurden von mir ständig besetzt. Da hier das Abrechnungssystem eher auf Tausch und Mitgliedsbeitrag baut sind meine Kosten insgesamt aber vermutlich auf die einmalige Nutzung der Be-Emobil Säule beschränkt.

Als Fazit würde ich sagen, in Berlin ist es bereits sehr gut möglich ohne eigene Ladestation elektrisch zu fahren. Wenn man sich von zeitbasierten Tarifen fernhält geht es auch zu vertretbaren Preisen. Im nördlichen Brandenburg ist die Dichte der Ladestationen alles andere als ausreichend. Wenn man bei Terminen oder beim Einkaufen laden möchte braucht man häufig einen Reichweitenverlängerer in Form eines Klapprades oder eines Skateboards im Kofferraum um zwischen Ladestation und eigentlichem Zielort zu verkehren. Wenn die Ladestation dann auch noch defekt oder besetzt ist hat man ein Problem da häufig keine Alternativen möglich sind.

Die drei Elektroautos die wir im Betrieb haben werden auch so gut wie nie ausserhalb des Betriebsgeländes geladen da es schlicht und einfach kaum Möglichkeiten dafür gibt.

Wenn dies noch etwas besser gelöst wird wäre das grossartig. Drei meiner Kollegen haben schon angekündigt, dass das nächste Auto ein Elektroauto wird. Vorausgesetzt die Infrastruktur stimmt.

In diesem Sinne.

Grüsse
Fabian

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s