Zwei wichtige Petitionen

Diesmal möchten wir Euch auf zwei wichtige Petitionen aufmerksam machen, die derzeit aktuell sind.

Die erste richtet sich gegen das „Berliner (Tarif-)Modell“ an den be emobil-Ladesäulen. Alle Infos zur Petition findet Ihr hier: Klick mich!

In der zweiten Petition geht es um den beschleunigten Ausbau der Ladeinfrastruktur im Bereich des Wohneigentums, diese lege ich Euch auch sehr an Herz. Zur Petition geht´s hier.

 

Bitte macht mit, falls Ihr Euch mit den Zielen identifizieren könnt, danke.

Advertisements

Was bringen Test-Zyklen?

Gestern waren wir auf einer längeren Tour unterwegs und sind natürlich, wie viele, in das mittlere Wetterchaos auf der A20 und A19 geraten. Vorwärts gings nur noch mit max. Tempo 90, durch Schneematsch und heftigen Gegenwind kletterte der Spritverbrauch immer weiter an, am Ende stand ein Durchschnittsverbrauch von 4,7 Litern pro 100 km auf der Uhr unseres Prius III. Soviel haben wir noch nie verbraucht. Uff… Während der Fahrt musste ich darüber nachdenken, ob den Verbrauchsangaben nach Test-Zyklus überhaupt Sinn machen.

Solche Test-Zyklen, ob nun NEFZ, WLP oder wie die alle heißen, sind immer nur Ausschnitte aus dem „real-life“, bilden also die Wirklichkeit nur teilweise ab. Unterschiedlichste Wetterbedingungen oder Straßenzustände werden in den bekannten Test-Zyklen gar nicht beachtet, kommen aber vor. Nasse Straßen z.B. erhöhen bereits den Verbrauch, so auch Winterreifen, Zuladung usw. usw. Ungefähr 1000 Faktoren beeinflussen den Verbrauch und die Emissionen eines Fahrzeuges. Was bringt da ein Test?

Wäre es nicht sinnvoller, von solchen Testsachen wegzugehen und viel mehr auf maximale Grenzwerte und Wirkungsgrade zu blicken? Warum schreiben wir nicht viel besser vor, dass ein Verbrennungsmotor z.B. in keinem Lastzustand eine bestimmte Menge an Schadstoffen pro kWh-Leistung emittieren darf? Oder das ein Wirkungssgrad von x nicht unterschritten werden darf? Aus technologischer Sicht würde ich dies besser finden.

Das Berliner-Modell

Woran denken Sie, wenn Sie an Berlin als Hauptstadt der Elektromobilität denken? Vielleicht an spannende Modellprojekte oder die Ansiedlung von High-Tech? Vielleicht an viele, im öffentlichen Straßenverkehr sichtbare Elektrofahrzeuge? Vielleicht an eine spürbare höhere Zulassungsquote von Elektrofahrzeugen oder an emobility-Kompetenzcenter der Hersteller und elektrisierende Showrooms samt kompetentem Personal, die kWs-im Blut haben statt Benzin oder Diesel? Oder denken Sie vielleicht einfach nur an eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur, die Elektromobilität einfach nur möglich macht, auch für Mieter und Wohnungseigentümer, Durchreisende und Touristen? Ich zumindest denke zuerst genau daran. Ich wohne zwar vor den Türen der Hauptstadt, bin aber häufig mit meinem Elektroauto in Berlin unterwegs und da mein Fahrzeug eben kein Tesla ist und ich auch im Winter nicht gerne im eiskalten Auto sitze, nehme ich – schon immer, d.h. seit 2007 (dem Jahr meines ersten Elektroautos) – die öffentliche Ladeinfrastruktur in Anspruch. Ich brauche sie, auch wenn ich in der glücklichen Lage bin, zuhause laden zu können, und ich nutze sie, weil ich zeigen will, dass sie gebraucht wird. Technisch und psychologisch. Letztlich brauche ich eigentlich ja auch nur eine Tankstelle (ja, wir fahren auch noch einen Benzin-Hybriden), aber es ist doch ein gutes Gefühl, praktisch überall und (fast) immer tanken zu können. Genau aus diesem Grund haben wir uns damals für den Hybriden entschieden und gegen ein Erdgas-Fahrzeug. Gleiches Problem. Also: Elektrofahrzeuge sind natürlich auf eine Ladeinfrastruktur angewiesen. Klappt das in Berlin?

Weiterlesen