Trebbin macht es (wieder) vor – Ladesäulen beantragt und Förderung bereits genehmigt

Trebbin ist mal wieder „ganz vorne“.

Unser erster von zwei Ladesäulen-Förderanträgen wurde bereits genehmigt während andernorts noch nicht mal Derartiges beantragt wurde. Damit wird der Ausbau der bisher schon hervorragenden Ladesäuleninfrastruktur in der Stadt Trebbin selber weiter nochmals voran getrieben. Die zum Teil zu ersetzenden bisherigen Einzelladepunkte wandern in die Dörfer „weiter raus“. An den bisherigen Standorten soll es dann Ladesäulen mit Doppelladepunkten geben. So etwa. Die Details sind noch offen. Die Benutzung der Ladesäulen ist weiterhin per Knopfdruck „barrierefrei“ und voraussichtlich bis 2019 kostenlos.

Im letzten halben Jahr sind drei Halter mit vier neuen E-Fahrzeugen hinzu gekommen – soweit mir bekannt. Mit entscheidend war die Lademöglichkeit in der Stadt für die Bewohner. Für eine Stadt mit rund 6.500 Einwohnern ist dieser emobile Zuwachs beachtlich. Auf Berliner Verhältnisse (400 mal mehr Einwohner als Trebbin inklusive der zugehörigen Dörfer) umgerechnet müssten dann rund 1.600 Fahrzeuge hinzugekommen sein. Davon ist man in der hochgeförderten Schaufensterregion Berlin weit entfernt. Daran zeigt sich der beachtliche Fortschritt von Trebbin. Oder zeigt es nur die Halbherzigkeit der Großstadt Berlin? Warum verschenkt Berlin nicht auch den Strom bis eine genügend hohe Anzahl von E-Mobilen in Berlin unterwegs ist? Und warum werden nicht mehr Ladesäulen installiert? Und warum werden die nicht ordentlich markiert und konsequent freigehalten von Falschparkern? Der an E-Autofahrer verschenkte Strom würde in Berlin auch in der Größenordnung kleiner-gleich ein Prozent (!) der Kosten für die Strassenbeleuchtung ausmachen (wie in Trebbin). Ist das nicht machbar, wenn man E-Mobile fördern will? Da sind dunkle Wolken am Nachmittag (die die Strassenbeleuchtung früher angehen lassen) teurer als den Strom als E-Autofahrer kostenlos abzugeben! Erschließt sich mir nicht, warum man dies nicht tut. Stattdessen wird in Berlin seit Jahren mit untauglichen Preismodellen „experimentiert“. Alleine der Berliner Senat glaubt an den Erfolg „seines“ Modells in Berlin.

Und die sonstige Umgebung von Trebbin? Luckenwalde, Ludwigsfelde, Jüterbog, Teltow, Großbeeren und so weiter? Hinken jetzt bereits hinter Trebbin hinterher, und der „Abstand“ vergrößert sich wohl weiter. Ich finde das traurig. Brandenburg als Bundesland ist bis auf wenige Ausnahmen unrühmlich bei der Umsetzung der Elektromobilität. Gerade hier – und in Trebbin – gibt es genügend Anlagen, die ortsnah Elektrofahrzeuge mit „Grünem Strom“ aus Erneuerbaren Energien (Wind, Sonnenstrom und Biogas) versorgen können. Über so viel politischen Unwillen schüttele ich den Kopf.

Hans Kurtzweg

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