Giro-e – das neue Bezahlsystem an Ladesäulen?

Wir konnten uns gestern am Infostand von Parkstrom das Bezahlsystem giro-e vorführen lassen, das von der GLS-Bank eingeführt wurde.

Dabei handelt es sich aus meiner Sicht um eine wirklich clevere Alternative zu den vielen Ladeapps und RFID-Karten, die man so mit sich herumschleppt. Auch wenn die benötigte Anzahl an Apps und Karten inzwischen auf ein erträgliches Maß geschrumpft ist, so stellt doch das einfache Bezahlen mit der EC-Karte aus meiner Sicht einen nächsten und eigentlich auch längst überfälligen Schritt dar…denn eine EC-Karte hat (fast) jeder, es ist keinerlei Anmeldung und auch kein Smartphone nötig. Eine EC-Karte mit NFC-Funktion reicht aus.

Vor dem Ladevorgang wird die EC-Karte mit NFC-Funktion einfach vor die Ladesäule gehalten. Anders als sonst, wird nun aber erstmal der Ladetarif angezeigt und das ist ein echter „leap ahead“, denn bislang ist man als Elektroautonutzer dazu gezwungen, vorab, z.B. via App oder Webseite, aktiv nachzuschauen, was das Laden kosten wird. Hier wird einem der Tarif direkt auf dem Display angezeigt. Nochmaliges Davorhalten der Karte bestätigt das Angebot.

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Bei diesem Bezahlvorgang ist der Datenschutz gesichert, da alleine die IBAN kommuniziert wird. Es ist auch keine Voranmeldung nötig, einfach NFC-fähige Karte davorhalten, fertig. Erst dann, wenn man genauen Einblick in die Ladevorgänge wünscht, kann man sich im Giro-e-Portal anmelden, dann ist auch die Angabe des Namens nötig. Es ist übrigens auch nicht nötig, Kunde bei der GLS-Bank zu sein. Dies ist nur für den Betreiber der Ladesäule die Voraussetzung, um teilzunehmen. Der Ladekunde nutzt einfach seine EC-Karte mit NFC-Funktion seiner Bank.

Für den Kunden bietet das System also deutlich mehr Transparenz und es ist wirklich simpel anzuwenden. Viel einfacher, als mit Apps. Nachteil: Derzeit besteht keine Möglichkeit, vor Ort den Stromanbieter zu wählen, den heimischen Anbieter oder spezielle Tarife – z.B. des Arbeitsgebers – mitzunehmen (es sei denn, man bekommt eine EC-Karte des Arbeitsgebers, für die ein spezieller Tarif hinterlegt wurde). Daran wird bereits gearbeitet, ist aber derzeit keine wählbare Option. Aber derzeit ist man im Grunde auch nicht in der Lage, an einer öffentlichen Ladesäule den gewünschten Stromanbieter auszuwählen. Motto. Nimm oder bleib halt liegen.

Eine Auskunft zur Stromherkunft wäre aber wünschenswert. Die könnte an der Ladesäule angebracht werden.

Für den Betreiber ergeben sich ebenfalls zusätzliche Möglichkeiten. So kann zu einer hinterlegten IBAN auch ein spezieller Tarif gespeichert werden. Auch sind variable Tarife möglich, z.B. nach Tageszeit oder Wochentag.

Wer mehr über giro-e erfahren will, schaut am besten auf der Homepage vorbei.

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