Projekt: 30 Tage im April

Im April werden sieben „unerschrockene“ Elektromobilistinnen und Elektromobilitsten an einem Selbstversuch teilnehmen:  Die Teilnehmer werden auf das gewohnte Laden an der heimischen „Steckdose“ verzichten und nur noch öffentlich verfügbare Ladestationen in Anspruch nehmen. Ziel der Aktion ist es zu simulieren, ob man mit der vorhandenen Ladeinfrastruktur bereits heute ein Elektroauto auch ohne private Lademöglichkeit nutzen kann.

Die Ziele der Aktion im Einzelnen:

  • Erreichbarkeit öffentlicher Ladestationen (u.a. Entfernung vom Wohnort, Blockierung durch Falschparker)
  • technische Verfügbarkeit öffentlicher Ladestationen (u.a. Servicequalität der Betreiber)
  • Handhabung und Ausstattung öffentlicher Ladestationen (u.a. Anleitung, Beleuchtung für nächtliche Ladevorgänge, Sonderausstattung, z.B. WLAN)
  • Stromqualität/Stromkennzeichnung
  • Tarifstruktur/Preismodell
  • Welche Kosten entstehen für das Laden an öffentlichen Ladestationen (u.a. Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen)
  • Kompatibilität der öffentlichen Ladestationen (u.a.vorhandene Anschlüsse/Stecker)
  • Durchführung von Sonderladungen (u.a. Ausgleichs- und Kalibrierungsladungen)

Die Teilnehmer:

Foto_Affeldt_rundJulian Affeldt (47), Lehrer: Ich fahre seit 2008 mit Elektrofahrzeugen. Angefangen hat alles mit einem CityEl, einem Elektroleichtmobil mit einem Sitzplatz. Seit 2012 nutze ich einen Peugeot iON, mit dem ich bisher fast 50.000km ohne jedes Problem zurücklegen durfte. Ein einfaches, aber sehr zuverlässiges und effizientes Elektrofahrzeug mit Platz für vier Personen. Ausgeliefert wurde der iON mit einem Schuko-Ladekabel. Zudem besitzt der iON den japanischen CHAdeMO-Schnellladeanschluss, der in Deutschland zwar am weitesten verbreitet ist, von der Politik aber diskriminiert wird. Zuhause lade ich an der Wallbox, die ich habe installieren lassen. Dort kann mit bis zu 22 kW-Ladeleistung am Schuko- oder Typ2-Anschluss geladen werden. Unterwegs nutze ich ein spezielles Ladekabel, um öffentliche Ladestationen mit Typ2-Anschluss nutzen zu können. Weiterhin bin ich Mitglied im Derhstromnetz und habe damit Zugang zu weiteren, nicht öffentlichen Ladestationen in Deutschland. Pro Jahr habe ich Stromkosten von ca. 300,- für das Elektroauto. Am häufigsten lade ich natürlich zuhause, nutze aber auch gerne an der Vattenfall-Ladestation in der Tiefgarage der Zehlendorfer-Welle, an der Schnellladestation am Rastplatz Grunewald und an der Drehstromladebox am Rathaus Kleinmachnow, z.B. wenn ich dort einkaufe, die Bibliothek besuche oder im Rathaus tätig bin.

 

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