Umfrage zu be emobil-Ladestationen in Berlin: Mitmachen!

Unter

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdGotsPm8TMnNvn0_z1stwUpuLKexsuZWeJEJYKD6J5Pqe3Gw/viewform

läuft eine aktuelle Umfrage zur be emobil-Ladeinfrastruktur in Berlin. Wir bitten alle ePiloten in Berlin und Brandenburg (und natürlich auch alle anderen, die mit der Berliner Ladeinfrastruktur in Berühung kommen oder gekommen sind oder kommen werden…) daran teilzunehmen. Dies ist wichtig für die weitere Entwicklung, denn diese ist ja umstritten. Senat und Nutzer sind nicht bei allen Punkten einer Meinung.

Besonders wichtig ist uns die Frage nach dem zukünftigen Abrechnungsmodell. Das ursprüngliche Modell (Zeitabrechnung) wurde durch uns und die Verbände monatelang kritisiert, doch leider ohne Erfolg. Erst durch das Einschreiten des Eichamtes wurde das Modell abgeschafft und seit Mitte Juli durch eine Flat-Fee abgelöst. Doch auch dieses Modell ist ungerecht, da nun besonders die „Kurzzeitlader“ und Fahrzeuge mit kleinem Akku (unter 20 kWh) gegenüber den Fahrzeugen mit großem Akku und „Langzeitladern“ benachteiligt werden. So kostet ein kurzer Ladestopp mit der ZOE 6,-; eine stundenlange Vollladung (22 oder gar 41 kWh) genau das gleiche inkl. langer Blockade der Ladestation.

Gerecht wird das Ganze nur durch einen echten kWh-Tarif, in dem die real geladenen Strommenge abgerechnet wird (wie beim Tanken). Daher bitte wir alle Teilnehmer, für diese Abrechnungsstruktur zu stimmen.

Weitere Themen der Umfrage sind u.a. Ladehäufigkeit und Sichtbarkeit der Ladestationen. Der uns wichtige Aspekt der Preisauszeichnung fehlt leider in der Umfrag. Wir haben die Verantwortlichen bereits darauf hingewiesen.

 

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Ladeinfrastruktur Berlin; Hr. / Fr. Horn, Ihr Schreiben vom 20.04.2017, Zeichen IV A 11

Sehr geehrte Frau Senatorin,

sehr geehrte Frau bzw. sehr geehrter Herr Horn,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 20.4.2017, welches bei uns mehr Fragen offen lässt, als Antworten gibt.

Wir bemängeln, wie auch aktive weitere Verbände (u.a. BSM, BEM) sowie die Nutzerinnen und Nutzer von Elektrofahrzeugen, seit Monaten (!) das aktuelle Tarifmodell an den be emobil-Ladesäulen in Berlin. Mittlerweile ist der Ärger darüber so groß, dass ein Boykott der Ladesäulen ausgerufen wurde. Wir bemängeln auch, dass in Berlin anscheinend keine Kultur der freien Entfaltung des Marktes „Ladeinfrastruktur“ gewünscht wird und Anbieter, die alternative Modelle anbieten möchten, aus dem Markt gedrängt werden. Dies vor dem Hintergrund fadenscheiniger und nicht nachvollziehbarer Argumente. Elektromobilität kann sich nur im Wettbewerb um die besten Ideen, Dienstleistungen und Techniken entwickeln.

Die Argumente hierzu sind hinlänglich bekannt und immer wieder mitgeteilt. Mit den aktuellen Tarifen wird die Entwicklung der Elektromobilität ausschließlich verhindert, nicht gefördert, bzw. werden bestimmte Nutzungen bevorteilt, viele Nutzungsarten und Fahrzeuge aber massiv benachteiligt. Wir haben mehrfach ausführlich dargelegt, warum. Dies alles auch vor dem Hintergrund immer neuer Enthüllungen u.a. zu Abgasen aus Diesel-PKW und einer anhaltenden hohen Belastung der Atemluft durch PKW-Abgase.

Wir möchten nun konkret wissen, ob es zu einer Änderung der Tarifstruktur kommen wird und welche Maßnahmen der Berliner Senat in Zusammenhang mit den Bezirken plant, den ständigen Blockierungen der Ladeinfrastruktur durch Verbrenner-Fahrzeuge entgegen zu treten. Auch hierzu hatten wir bereits Vorschläge unterbreitet, die aber nicht zu einer unfairen Behandlung von ladenden Elektrofahrzeugen führen (Zeittarif).

Wir schlagen vor, dass die be emobil-Ladesäulen wie folgt konfiguriert werden könnten:

  1. Ladung mit 22 kW, wenn nur ein Ladeport genutzt wird. Dies ermöglicht schnellere Ladung bei den Fahrzeugen, die das können, solange die Ladesäule nicht ausgelastet ist. Bzw. intelligente Aufteilung der maximalen Ladeleistung auf die angeschlossenen Fahrzeuge.
  2. Ladung mit einem nach kWh abgerechneten Standardtarif im ad hoc-Lademodus (webbasierte Freischaltung per QR-Code, Zahlung z.B. via PayPal) ohne RFID oder Lade-App.
  3. Bei Nutzung von RFID-Karten kann der Ladetarif verschiedener Anbieter genutzt werden (Roaming); gleiches für die Ladung via App. So könnte Ladetarife z.B. vom Stromlieferanten genutzt werden.
  4. Wird das Fahrzeug nach Ladeschluss nicht entfernt, setzt nach 5 Minuten eine Parkabrechnung nach Zeit ein, die deutlich zum Entfernen des Fahrzeuges motiviert.
  5. Farbliche Umgestaltung der Ladesäulen, damit diese besser auffindbar und insg. auffälliger sind.
  6. Farbliche Gestaltung der Stellfläche, z.B. in Blau mit weißem Ladesymbol.
  7. Ergänzung der Beschilderung: Nicht-ladende Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt.
  8. Ergänzung einer zentralen Rufnummer, z.B. Ordnungsamt, um Falschparker oder nicht-ladende Fahrzeuge zu melden. Über das Display kann angezeigt werden, ob ein Ladevorgang beendet wurde.

Auf diese Weise stellen die be emobil-Ladesäulen intelligente Stromanschlüsse dar und es wird Wettbewerb gefördert.

Mit freundlichen Grüßen

Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg

 

Gesendet von Mail für Windows 10

Stromtanken in Berlin ist und bleibt Wucher

Vor Kurzem hatten wir zwei Mitarbeiter der AutoBild bei uns in Berlin zu Besuch. Anlass war u.a. unsere nach wie vor massive Kritik an den Preisen, der Tarifstruktur und der nicht vorhandenen Preis- und Kostentransparenz beim Laden an den be emobil-Ladesäulen in der „Hauptstadt der Elektromobilität“. Wie berichtet, benötigt man für ein Verständnis der Preisstruktur fast schon ein Hochschulstudium der Betriebswirtschaft und der Elektrotechnik. Während man beim Benzin- oder Diesel-Tanken einfach nur Literpreis * Menge rechnen muss (und dazu die getankte Menge und die aktuellen Kosten stets aktuell an der Zapfsäule auch angezeigt bekommt – vlt. hat man ja nur 20,- in der Tasche), erfährt man beim Laden an den be emobil-Ladesäulen erst Tage oder Wochen später den tatsächlichen Preis fürs Strom-Tanken, wenn die Rechnung ins Haus kommt. Eine Vorab-Berechnung des Ladepreises ist nicht möglich, zu viele Parameter beeinflussen die Geschwindigkeit des Ladens; weder App noch Säule informieren den ladenden E-Auto-Fahrer beim Laden über die aufgelaufenen Kosten. Transparenz sieht anders aus.

Und das sieht auch die AutoBild so und hat verglichen: Was kostet es, in Berlin für 100 km mit einem handelsüblichen eGolf Strom zu laden (ca. 16 kWh)? Die Antwort? Kommt darauf an, u.a. an welcher Ladestation man lädt. Und so hat die AutoBild mit uns gemeinsam den Test gemacht und nachgerechnet. Je nach Station kostet der Strom für 100 km mal €19,80, mal €11,55 oder – zuhause – keine 5 Euro. Wer also öffentlich lädt oder laden muss, z.B. Touristen oder Mieter, zahlt ordentlich drauf und spürbar mehr, als die benötigte Menge an Benzin für einen vergleichbare Golf mit Otto-Motor kosten würde.

Und erneut hat die Berliner Verwaltung sogleich eine neue Erklärung für den Zeittarif parat. Diesmal heißt es, dass nur durch den Zeittarif das Zuparken der Ladesäulen verhindert werden kann. Doch was ist damit gemeint? Das Zuparken durch nicht-ladende Verbrenner (was täglich beobachtet werden kann)? Oder das Zuparken bzw. Blockieren durch nicht (mehr) ladende andere E-Autos? Gibt es dafür nicht intelligentere Lösungen, z.B. das Umschalten auf einen Parktarif, sobald die Ladung durch das Fahrzeug beendet wurde? Dieser kann dann gerne saftig ausfallen, um den Nutzer zum baldigen Umparken zu bewegen. Gerne, damit haben wir kein Problem. Aber das Grundproblem wird damit nicht behoben: Laden in Berlin ist wohl was für „Besserverdienende“, die sich das leisten können, die Tarifstruktur in viel zu kompliziert und das Ganze völlig intransparent. Wer sich aber einen gebrauchten E-Wagen zulegt und öffentlich laden muss wird nach wie vor betraft. SO fördert man Elektromobilität ganz sicher nicht. Immer hin: Der 15- Minuten-Takt soll nun bald abgeschafft werden. Ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung und die heißt: Abrechnung nach tatsächlich geladenen Kilowattstunden. Basta.

Nach wie vor läuft unsere Petition gegen das Berliner Abrechnungsmodell: https://www.change.org/p/bürgermeister-michael-müller-für-ein-faires-tarifmodell-an-berliner-ladesäulen

Der vollständige Bericht der AutoBild wird am 03. März veröffentlicht, den Vorbericht finden Sie hier: http://www.automobilwoche.de/article/20170302/AGENTURMELDUNGEN/303029966/1279/wucher-an-der-ladesaeule-strom-teurer-als-benzin

Autor: Julian Affeldt

Das Berliner-Modell

Woran denken Sie, wenn Sie an Berlin als Hauptstadt der Elektromobilität denken? Vielleicht an spannende Modellprojekte oder die Ansiedlung von High-Tech? Vielleicht an viele, im öffentlichen Straßenverkehr sichtbare Elektrofahrzeuge? Vielleicht an eine spürbare höhere Zulassungsquote von Elektrofahrzeugen oder an emobility-Kompetenzcenter der Hersteller und elektrisierende Showrooms samt kompetentem Personal, die kWs-im Blut haben statt Benzin oder Diesel? Oder denken Sie vielleicht einfach nur an eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur, die Elektromobilität einfach nur möglich macht, auch für Mieter und Wohnungseigentümer, Durchreisende und Touristen? Ich zumindest denke zuerst genau daran. Ich wohne zwar vor den Türen der Hauptstadt, bin aber häufig mit meinem Elektroauto in Berlin unterwegs und da mein Fahrzeug eben kein Tesla ist und ich auch im Winter nicht gerne im eiskalten Auto sitze, nehme ich – schon immer, d.h. seit 2007 (dem Jahr meines ersten Elektroautos) – die öffentliche Ladeinfrastruktur in Anspruch. Ich brauche sie, auch wenn ich in der glücklichen Lage bin, zuhause laden zu können, und ich nutze sie, weil ich zeigen will, dass sie gebraucht wird. Technisch und psychologisch. Letztlich brauche ich eigentlich ja auch nur eine Tankstelle (ja, wir fahren auch noch einen Benzin-Hybriden), aber es ist doch ein gutes Gefühl, praktisch überall und (fast) immer tanken zu können. Genau aus diesem Grund haben wir uns damals für den Hybriden entschieden und gegen ein Erdgas-Fahrzeug. Gleiches Problem. Also: Elektrofahrzeuge sind natürlich auf eine Ladeinfrastruktur angewiesen. Klappt das in Berlin?

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Laden in Berlin: „Der Vorgang steht nicht zur Verfügung“

Seit 2008 bin ich „Elektromobil“. 2007 kam die erste PV-Anlage aufs Dach, da war der Weg zum ersten Elektrofahrzeug, einem CityEl, nicht weit. Es folgte ein smart ed, Gen 2, und nun fahren wir seit 4 Jahren einen Peugeot iON und die 50.000 km Fahrleistung kommen immer näher. Insgesamt sind es schon knapp 100.000 km. Für uns ist der iON inzwischen längst das Erstauto geworden. Für längere Fahrten steht uns zwar ein Toyota Prius zur Verfügung, aber der iON ist das Alltagsauto. Doch bei aller Begeisterung für die Elektromobilität: Manchmal frage ich mich, warum ich mir bzw. warum wir uns das antun. Nein, nicht das Fahren mit Strom. Das ist fantastisch, immer noch so faszinierend wie am ersten Tag. Leise, kraftvoll, effizient und zum Teil mit selbst erzeugtem Strom.

Nein, ich meine das mit dem Laden. Zuhause steht eine hochmoderne Wallbox zum Laden zur Verfügung. Verfügbareit: 100%. Noch nie in all den Jahren hat sie uns im Stich gelassen. Mir geht es um das „öffentliche Laden“. Also wenn wir mal unterwegs sind und sei es nur in Berlin. Auch da kann es mit dem Strom schon mal knapp werden, so wie heute.

Ein ungeplanter Umweg, ein Termin zwischendurch, und dann passiert es eben: Die Ladesäule im Display des iONs beginnt heftig zu blinken: Bitte laden! Doch wo? So schwer kann das doch in Berlin, der Hauptstadt der Elektromobilität Deutschlands, eigentlich nicht sein. Schon lange stehen viele Ladesäulen von Vattenfall und RWE in Berlin an den Straßenrändern und warten auf Kundschaft. Und viele neue Ladesäulen aus dem „be-emobil“-Programm spießen derzeit aus dem Boden. Alles in Butter? Einfach die nächste Säule anfahren, einstöpseln, 30 Minuten warten und weiter geht´s? Weit gefehlt.

Seitdem in Berlin die meisten Ladesäulen auf ein Abrechnungsmodell nach Zeit umgestellt werden, lade ich äußerst ungerne „öffentlich“. Ich sehe es nicht ein, nicht für den tatsächlich geladenen Strom, sondern für die Ladezeit – also die Standzeit – bezahlen zu müssen, obwohl das Parken während der Ladezeit ja gemäß den Schildern, die an den Ladesäulen stehen, eigentlich frei ist. Der iON lädt nur mit 3,3 kW, das ist recht langsam und manchmal legt er eine 20-minütige Ladepause ein, die man nicht abkürzen kann. Hier würde ich sogar zahlen müssen, ohne überhaupt Strom zu bekommen. Beim Laden nach Zeit kostet mich die Kilowattstunde also ein Vielfaches des Haushaltstarifes. Doch an einigen Vattenfall-Ladesäulen kann man zum Glück noch nach dem alten Tarif, also nach Arbeit bzw. tatsächlich geladenem Strom, zahlen. Und so eine steht in der Tiefgarage der Zehlendorfer Welle. Ich will ja sowieso noch zum Sportstudio in der Zehlendorfer Welle, also ab in die Tiefgarage und ran an die Säule.

Diese Ladestelle finde ich wirklich sehr gut gemacht! Gut ausgeschildert, die Ladeplätze farblich markiert, nur ganz selten verirren sich Verbrenner auf diese beiden Plätze. Heute sind sie frei. Schnell das Kabel ausgepackt, die RFID-Karte aus dem Handschuhfach geangelt und ran an die Säule. Doch halt: Das wäre zu einfach. Denn die Säule streikt, will einfach ihre Arbeit nicht tun: „Der Vorgang steht nicht zur Verfügung“. Auch nach mehreren Versuchen nicht. Hier bekomme ich keinen Strom. Ich verlasse die Tiefgarage und versuche auf der Straße stehend die Hotline anzurufen. Es ist eher kalt, laut und ungemütlich. Der Mitarbeiter weiß leider auch keinen Rat, wahrscheinlich, so seine Vermutung, funktioniert die GSM-Verbindung der Abrechnungsfunktion nicht, also schaltet die Säule nicht frei zu Laden. Wieder einmal frage ich mich: Wäre ein simpler Münzeinwurf wie am Parkscheinautomaten, der gleich daneben steht, nicht viel einfacher? Aber wir leben ja im digitalen Zeitalter, da kommen Jahrzehntelang erprobte Bezahlmethoden nicht in Frage. Was nun? Ich will doch nur laden. Ich habe noch Strom für 3 Kilometer, doch nach Hause sind es 6. Es hätte so schön sein können. Während ich zum Sport gehe, lädt das Auto.

Ca. 50m entfernt steht eine der neuen be-emobil-Ladesäulen; das sind die, mit dem Zeitmodell. Ok, dann muss es halt so sein, 15 Minuten sollten reichen. Ein Blick zeigt aber, dass auch diese Lösung nicht zur Verfügung steht, denn, wie so oft, sind die beiden Ladeplätze an der Säule durch Verbrennerfahrzeuge zugeparkt. Weit und breit keine Spur von den Fahrern. Auch das Ordnungsamt kann nicht helfen, denn heute ist Samstag.

Jetzt fange ich an, mir Gedanken zu machen: Soll so die Zukunft der Mobilität aussehen? Da kann man nicht mal einen Umweg fahren, ohne dass einem gleich der Strom ausgeht und man ggf. nicht nach Hause kommt, weil man einfach keinen Strom bekommt? Ich schaue mich um. Überall wird Strom genutzt, überall. Doch nirgends eine simple Steckdose für meinen iON. Ich kann ja zuhause laden. Aber wie soll ein Mieter oder Eigentümer, der keine eigene Lademöglichkeit hat, zurecht kommen? Wo soll er sein Auto laden? Und das zuverlässig, jeden Tag.

Hier, mitten in Berlin Zehlendorf-Mitte, also nicht irgendwo in Klein-Kleckersdorf, bekomme ich für mein Elektroauto keinen Strom. Fühle mich gestrandet inmitten des Fortschritts. Die nächste Ladestation ist knapp 5 km entfernt. Eine Vattenfallsäule an einem REWE-Markt. Oder doch die 6 km nach Hause wagen – das wird eng, verdammt eng.

Kurz: Ich wage den Versuch. Schon nach den ersten 2 km springt die Restreichweitenanzeige auf Null. Ich krieche nach Hause, bin ein einziges Verkehrshinderniss, werde angehupt und ich ahne schon, was in den Köpfen der anderen vorgeht: Wieder so eine „lame duck“, ein lahmes E-Auto. Auf dem Heimweg komme ich an zwei Tankstellen vorbei. An beiden tanken die Menschen ihre Autos auf. Schnell, problemlos, ganz einfach. Ich will das auch! Warum klappt das einfach nicht, hier in Berlin, der Hauptstadt der Elektromobilität?

Autor:
J. Affeldt, Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg
Kleinmachnow