Umfrage zu be emobil-Ladestationen in Berlin: Mitmachen!

Unter

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdGotsPm8TMnNvn0_z1stwUpuLKexsuZWeJEJYKD6J5Pqe3Gw/viewform

läuft eine aktuelle Umfrage zur be emobil-Ladeinfrastruktur in Berlin. Wir bitten alle ePiloten in Berlin und Brandenburg (und natürlich auch alle anderen, die mit der Berliner Ladeinfrastruktur in Berühung kommen oder gekommen sind oder kommen werden…) daran teilzunehmen. Dies ist wichtig für die weitere Entwicklung, denn diese ist ja umstritten. Senat und Nutzer sind nicht bei allen Punkten einer Meinung.

Besonders wichtig ist uns die Frage nach dem zukünftigen Abrechnungsmodell. Das ursprüngliche Modell (Zeitabrechnung) wurde durch uns und die Verbände monatelang kritisiert, doch leider ohne Erfolg. Erst durch das Einschreiten des Eichamtes wurde das Modell abgeschafft und seit Mitte Juli durch eine Flat-Fee abgelöst. Doch auch dieses Modell ist ungerecht, da nun besonders die „Kurzzeitlader“ und Fahrzeuge mit kleinem Akku (unter 20 kWh) gegenüber den Fahrzeugen mit großem Akku und „Langzeitladern“ benachteiligt werden. So kostet ein kurzer Ladestopp mit der ZOE 6,-; eine stundenlange Vollladung (22 oder gar 41 kWh) genau das gleiche inkl. langer Blockade der Ladestation.

Gerecht wird das Ganze nur durch einen echten kWh-Tarif, in dem die real geladenen Strommenge abgerechnet wird (wie beim Tanken). Daher bitte wir alle Teilnehmer, für diese Abrechnungsstruktur zu stimmen.

Weitere Themen der Umfrage sind u.a. Ladehäufigkeit und Sichtbarkeit der Ladestationen. Der uns wichtige Aspekt der Preisauszeichnung fehlt leider in der Umfrag. Wir haben die Verantwortlichen bereits darauf hingewiesen.

 

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Elektromobilität zum Anfassen, Trebbin macht´s (wiedermal) vor

Bei schönem Wetter versammelten sich gestern zum wiederholen Mal fast 20 Elektrofahrzeuge aller Art auf dem Marktplatz in Trebbin zum traditionallen „Fest der Generationen“. Vom eBike bis zum Tesla Model S war (fast) alles vor Ort, was Akku  und Räder hat. Besonders bestaunt waren erneut die elektrischen „Oldtimer“, also z.B. Citroen Saxo, die schon seit den 90er-Jahren vollelektrisch unterwegs sind mit Reichweiten, die sich hinter manchem aktuellen Modell nicht zu verstecken braucht.

Die Fahrerinnen und Fahrer waren ununterbrochen in Gespräche verwickelt, klärten auf über den elektrisch-mobilen Alltag und so manchen Unsinn aus der Auto-Presse.

Und Trebbin zeigte auch wieder einmal, dass Elektrofahrzeuge dort willkommen sind, denn in keiner Stadt in Brandenburg gibt es so viele Lademöglichkeiten, wie hier. Da kann sich so mancher Bürgermeister eine Scheibe abschneiden.

Vielen Dank an Trebbin und bis zum nächsten Mal!

Pures Kopfschütteln!

Seit Tagen ist die einzige 3in1-Schnellladestation im Südwesten Berlins (A115, Rastplatz Grunewald West) zum wiederholten Male außer Funktion. Wen juckt´s – könnte man fragen, angesichts des Schneckentempos, in der sich die Elektromobilität in Deutschland entwickelt. Doch weit gefehlt, denn diese Ladestation erfreut sich laufend steigender Beliebtheit und nicht selten gibt ein E-Pilot dem nächsten den Stecker in die Hand, so stark ist die Nutzung angestiegen. Sogar Wartezeiten sind nicht mehr auszuschließen. Kein Wunder, liegt diese Ladestation doch hervorragend auf der Strecke nach Berlin und Potsdam, Leipzig, München bzw. Richtung Norden nach Rostock, Hamburg oder Schwerin.

Seit Tagen klingelt mein Telefon und werde ich gefragt, welche Ladestation als Ausweichmöglichkeit zur Verfügung steht. Seit Tagen treffe ich Ladegäste nun also bei uns in Kleinmachnow oder auch bei mir zuhause, denn vom Grunewald nach Kleinmachnow ist es ja nur ein Katzensprung. By the way: Ich argumentiere seit Jahren (!) für einen Schnelllader in Kleinmachnow…der Bedarf kommt nicht nur aus dem Standort selber, sondern von extern Nutzern.

Dies zeigt:

  1. Wie wichtig eine gut ausgebaute und verlässliche Ladeinfrastruktur selbst in Deutschland ist. Sie ist sogar DER Schlüssel zur Elektromobilität.
  2. Der Bau einer (!) Ladestation an einem Ort reicht längst nicht mehr aus. Alleine aus Redundanzgründen müssen (!) zwei, wenn nicht drei Ladestellen pro Ort vorhanden sein, um dem Bedarf gerecht zu werden. Wenigstens im Umkreis von max. 5 km Motto: Eine ist keine.
  3. Es ist nicht hinnehmbar, dass sich der Service von Tank&Rast sich am Telefon immer noch desinteressiert an der aktuellen Situation zeigt. Ladestationen müssen innerhalb von wenigen Stunden (3, max. 5h) wieder funktionstüchtig gemacht werden. Sie sind Teil der Mobilitätsinfrastruktur in unserem Land. Wer käme auf die Idee, defekte Tankstellen einfach mal für ein paar Tage zu schließen und den Kunden zu raten, doch woanders zu tanken?

Wir freuen uns also über die vielen Ladegäste bei uns in Kleinmachnow, von denen sicher einige auch die Ladezeit genutzt haben, um vor Ort am Rathausmarkt einzukaufen. Aber insgesamt ist es nicht hinnehmbar, dass zentrale Teile der Ladeinfrastruktur, und dazu zähle ich die 3in1-Schnelllader, tagelang außer Betrieb sind.

Wie komme ich nach…

Mal an die Ostsee zum Kurzurlaub, nach Hamburg zum Musical oder Freunde in Cottbus besuchen? Mit einem Strom-getriebenen Fahrzeug immer noch unmöglich oder zumindest eine echte Herausforderung. Wer z.B. von Berlin nach Hamburg fahren möchte, kann Schnellladestationen in Neuruppin und Valluhn an Anspruch nehmen. Die eine liegt aber noch recht nahe Berlin, je nachdem von wo man kommt, die andere recht nahe an Hamburg. Dazwischen klafft eine Lücke von rund 180 km, die – vor allem im Winter und bei einigermaßen Autobahntempo – für die meisten Elektrofahrzeuge nicht zu schaffen ist. Die Lademöglichkeit auf halber Strecke fehlt, mindestens. Nicht viel besser sieht es aus, wenn man nach Rostock, Wismar oder Greifswald möchte bzw. von dort weiter nach Rügen. Auch hier klafft nach Neuruppin eine große Lücke, insb. für Fahrzeuge mit CCS- oder CHAdeMO-Schnellladesystem. Wer an Typ2 beschleunigt laden kann, kommt noch halbwegs zurecht. Auch hier findet sich praktisch nichts für schnelle Gleichstromladen. Lichtblicke sind nur die bereits bestehende Ladestation an der A20 (Demminer Land) und die kommende Ladestation Prignitz Ost/West (beide Tank&Rast). Dünn, viel zu dünn. Es hapert ja nicht nur an den Standorten, auch die Anzahl der Ladeports ist viel zu gering. Was nützt die schönste Schnellladestation, wenn ein oder zwei Fahrzeuge noch vor mir laden wollen? Dann sind schnell 60-90 Minuten Rumstehen angesagt. Von „Schnellladen“ kann dann keine Rede mehr sein.

Nun, vielleicht hilft ja das folgende Angebot zur kostenlosen Errichtung und Betrieb von Schnellladestationen, das heute kommuniziert wurde: http://fast-e.eu/standortpartner/

Wer also potentielle Standorte entlang der genannten Routen kennt, möge doch die zuständigen Ansprechpartner darauf hinweisen.

„And the looser is…Brandenburg!“: Ladestationen – Fehlanzeige

Wenn es nicht so traurig wäre…aber hier, in Brandenburg, wird Zukunft verspielt, denn Brandenburg ist und bleibt Schlusslicht in Sachen Ladeinfrastruktur. Kein Wunder, denn niemand kümmert sich darum, zumindest – so macht es den Anschein – niemand in der Brandenburger Landesregierung. Schauen wir uns die Zahlen an (Quelle: BDEW, Stand 30.6.2016):

  1. Verteilung der Ladestationen auf die Fläche: In Brandenburg finden wir nur 2 Ladestationen je 1000 km2; nur Mecklenburg-Vorpommern liegt mit immerhin 3 Ladestationen je 1000 km2 davor. Zum Vergleich: In Nordrhein-Westfalen sind es 39. Eine Ladestation in Brandenburg zu finden gleicht also der Suche nach der Nähnadel im Heuhaufen. Anmerkung: Ob es sich bei den Ladestationen wirklich um Stationen mit Typ2-Anschluss handelt, bleibt offen. Eine Anfrage beim BDEW läuft.)
  2. Je 1 Mio. Einwohner stehen in Brandenburg ganze 21 Ladepunkte zur Verfügung. Mit ähnlich desaströsen Werten können nur Schleswig-Holstein (22) und das Saarland (27) aufwarten. In allen anderen Bundesländern gibt er mehr Ladepunkte; Spitzenreiter der Flächenländer ist Baden-Württemberg (110). Selbst in Mecklenburg-Vorpommern finden sich 49 Ladepunkte je 1 Mio. Einwohner.
  3. Und auch bei der Gesamtzahl der Ladestationen sieht es nicht viel besser aus: Ganze 51 Ladepunkte zählt der BDEW. Immerhin: Im Saarland zählt man nur 27. Auch hier aber die Einschränkung: Es ist nicht sicher, ob der BDEW hier ggf. auch solche Ladepunkte gezählt hat, die nicht den EU-konformen Typ2-Anschluss bieten. Laden an Schukodosen oder CEE-Anschlüssen entspricht nicht der Norm; solche Lademöglichkeiten sollten nicht gezählt werden.

Fazit: Beschämend. Desaströs. Es ist zum Heulen! Für das selbsternannte Energieland ist dies praktisch eine Null-Nummer und zeigt, wie wenig ernst man im Land der Braunkohle die Elektromobilität nimmt. Das Argument, in Brandenburg gäbe es eben nur so wenige Elektrofahrzeuge, da lohne sich der Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur nicht, kann nicht zählen, denn Brandenburg ist u.a. eines der beliebtesten Reiseländer in Deutschland. Und auch Touristen und Durchreisende wollen und brauchen Strom. Schon der Blick auf die Lademöglichkeiten zwischen Berlin und der Ostsee sind niederschmetternd; noch schlimmer, wenn man auf der Strecke nach Hamburg laden muss. Anders denken muss her, aber schnell.

Und nun? Bleibt Brandenburg weiter Schlusslicht in Sachen Elektromobilität bzw. der dafür notwendigen Ladeinfrastruktur? Das Förderprogramm ist angelaufen, nun heißt es zugreifen. Ob man den Wink mit dem Zaunpfahl in Brandenburg versteht?

Anzeige Falschparker / Blockierung einer Ladestation für Elektrofahrzeuge

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich konnte gestern mein E-Auto an der Ladestation Ahornstraße nicht laden, da diese durch zwei Verbrennerfahrzeuge (siehe Fotos) blockiert wurde, die dort gemäß aktueller Beschilderung nicht parken dürfen. Zeit war 13.11 Uhr.

Ich bitte um Ahndung der Ordnungswidrigkeit.

Bitte teilen Sie mir eine Bearbeitungsnummer mit, damit ich in Kürze nach dem Fortgang der Sache nachfragen kann.

Ich möchte Sie sehr bitten zukünftig verstärkte Kontrollen durchzuführen, da dies nicht zum ersten Mal passiert und überall und stetig die Parkverbote an Ladestationen in Berlin nicht eingehalten werden.

Mit freundlichen Grüßen

Nach Trebbin kommt eine neue Fangruppe – mit dem E-Fahrzeug!

Erfreulich!
Immer wieder sehen wir Fahrer von E-Fahrzeugen nach Trebbin kommen und am Marktplatz ihr Fahrzeug aufladen. Es waren mindestens ein CarSharer aus Berlin sowie diverse Peugeot Ion (oder baugleiche) und BMW i3. Das freut und, denn die Ladesäule mit den zwei Ladeplätzen, die regelmäßig frei sind, sind hervorragend platziert. Und weiterhin kostenlos! So macht es Spaß, in Trebbin Erledigungen vorzunehmen oder Essen gehen oder Kaffee trinken und weiteres, während das E-Fahrzeug Strom auflädt. Dieser Art „Fangemeinde“, die Trebbin aufsuchen war gewollt und wir begrüßen das weiterhin. Ein sichtbares Zeichen in Trebbin, dass Klimawandel und E-Fahrzeuge auch in Trebbin angekommen sind.

Ein Hinweis:
Am 12.11.2016 um 11.00 Uhr in Trebbin im Schulweg in der Turnhalle findet der Trebbiner „Energietag“ statt, den Trebbin nun zum dritten Mal ausrichtet. Das Ganze im Rahmen der Wirtschaftswoche im Landkreis Teltow-Fläming. Genau dann und dort stellen wir das Trebbiner Projekt „Shoppen und Laden“ vor. Wenn einige E-Fahrer anwesend sind, würde mich das freuen.

Hans Kurtzweg

Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg
https://www.facebook.com/igembb?ref=ts&fref=ts

Beauftragter der Stadt Trebbin für Elektromobilität
http://www.stadt-trebbin.de/
http://www.stadt-trebbin.de/index.php/leben-in-trebbin/stadtentwicklung/451- standorte-elektrotankstellen

Hans.Kurtzweg@Stadt-Trebbin.de

0151 – 2537 6827 Mobil
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