Einweihung der ersten Drehstromkiste in Berlin

Da gibt es das Drehstromnetz schon seit Jahren und erst jetzt wird die erste Drehstromkiste in der Bundeshauptstadt eingeweiht…eigentlich unfassbar. Die Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg lädt aus diesem Grund alle Elektromobilitsten (Fahrzeug egal) und Interessenten zur Eröffnung ein:

Samstag, 9.3.2013, ab 14 Uhr im Lese-Café auf der Insel Eiswerder (Berlin-Spandau)
Eiswerderstr. 13, 13585 Berlin

Anwesend sein werden verschiedene Elektrofahrzeuge sowie eine Ausstellung von Elektrofahrrädern (Pedelcs). Die Eröffnung wird um 14 Uhr durch den Bezirksbürgermeister, Herrn Ruschmeyer vom BSM e.V. sowie Herrn Affeldt, Vorstand IGEMBB, durchgeführt.

Drehstromkiste am Lese-Café

Drehstromkiste am Lese-Café

Anschließend ist Zeit bis ca. 16 Uhr, die Fahrzeuge kennenzulernen und über die Elektromobilität zu diskutieren. Für alle Interessierten wird Informationsmaterial bereitstehen. Der Veranstaltungsraum wird für Multimediapräsentationen zur Verfügung stehen.

Die Interessengemeinschaft freut sich auf alle interessieren Besucherinnen und Besucher, Kinder sind besonders willkommen.

Probefahrt mit dem neuen Model S von Tesla am 17.02.2013 in Hamburg

Hallo,

Mit ein wenig Lampenfieber fuhren Mona und ich am 17.02.2013 nach Hamburg. Früh aufstehen war angesagt, denn die Probefahrt in Hamburg war für 10.00 Uhr angesagt. Und vorher galt es sich noch zu melden, einen kleinen Vortrag über Teslas Aktivitäten aufzunehmen. Dann war es soweit! Das erste Mal in echt stand ich dem neuen Model S von Tesla gegenüber! Dieses Auto kann bei gemäßigter Fahrweise bis zu 500 km am Stück fahren, hat rund 416 PS, ein Drehmoment auf der Antriebsachse von rund 5.000 Nm und beschleunigt in rund fünf Sekunden von Null auf 100 km/h, ist 4,98 m lang, hat vier Türen, und, und, und…. Aber das war ja alles klar. Doch das zu wissen und nun davor stehen und bald die Probefahrt antreten, das sind doch verschiedene Dinge. Die Aufregung stieg als uns der Instruktor in eines der vier Fahrzeuge, die für die Probefahrten zur Verfügung standen, bat. Alles wie gewohnt! Wenn da nicht dieser riesige senkrecht-stehende Bedienbildschirm in der Mittelkonsole wäre. Hier werden die meisten Fahrzeugdetails bedient. Er dient auch als Navi, Internet, Set-Up. Die Animationen sind aufregend. Wir fanden uns schnell zu Recht, obwohl der Instruktor-Beifahrer die Bedienung übernahm, damit wir uns auf das eigentliche Fahrvergnügen konzentrieren konnten.

Und was für ein Vergnügen das machte! Lautlos. Klar. Kennen wir schon als E-Fahrer. Nun aber noch souveräner auf Luftfederung dahingleiten. Das ist Oberklasse-Fahrkomfort. Was das Auto eigentlich ausmacht, ist genau das: Dahingleiten mit einer Ruhe, wie es kein Achtzylinder kann und innerhalb eines Augenzwinkerns die volle Antriebsleistung geräuschlos zu aktivieren. Das ist nicht mehr irdisch. So sollte Zukunft aussehen und so sollte sie Spaß machen. Voll besetzt mit fünf Erwachsenen war eine Souveränität beim Fahren und Beschleunigen, die hier Spitzenklasse ist und vielleicht neu definiert.

Das Umweltgefühl kam nicht zu kurz. Wer es nicht weiß: Die Limousine fährt vollelektrisch und rekuperiert beim Langsamer-Werden. Ein-Pedal-Bedienung ausschließlich mit dem Strompedal ist die Regel. Nur zum Stillstand oder stärkerem Abbremsen benötigt es die Fußbremse. So halten die Bremsen ewig! Der elektrische Verbrauch war angemessen mit durchschnittlichen rund 27 kWh auf 100 km hochgerechnet. Wechselnde Geschwindigkeiten und das aufregende Beschleunigen haben den Wert so hoch getrieben. Gleitend kann man dann so um 17 kWh auf 100 km erreichen. Dann sind 500 km mit einer Energiezellenladung (Akkuladung) „drin“.

In der Ausstattung kann Tesla noch ein wenig nachlegen. Für eine komplette Neuentwicklung in den wenigen Jahren aber erstaunlich, was Tesla hier baut und verkaufen wird.

Die ersten Auslieferungen in Europa an Endkunden sind für Ende Juni 2013 geplant. Schon jetzt werden 400 Stück pro Woche bei Tesla in USA produziert und in die Welt verkauft. Die Glücklichen sind schon sehr aufgeregt. Einige haben quasi vom Reißbrett eine mit einer Anzahlung versehenen Bestellung vor bereits rund vier Jahren aufgegeben. Dem Vernehmen nach bleiben die meisten Reservation-Holder bei Ihren Bestellungen.

So fuhren wir gegen Mittag wieder nach Hause mit der Gewissheit einer unter rund 1.000 Europäern zu sein, die bisher dieses faszinierende Auto selber fahren durften. Selber fahre ich einen Tesla-Roadster, der genauso aufregend ist. Die Fahrzeuge sind aber nicht vergleichbar. Wer es sich leisten kann (und will) stellt sich also zwei Elektrofahrzeuge hin.