WG: Tarifmodell an be emobil-Stromtankstellen: Eine Stellungnahme aus Hamburg

Sehr geehrte Frau Senatorin Günther,

gestern erreichte mit die folgende E-Mail, die für sich spricht. Ich hoffe sehr, dass es uns bald gelingt, über das an den be emobil-Ladesäulen geltende Tarifsystem ins Gespräch zu kommen.

Mit freundliche Grüßen

Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg

c/o J. Affeldt

Meiereifeld 7e

14532 Kleinmachnow

Hier nun die E-Mail: (Name des Verfassers gekürzt)

Ich bin neu in der Community. Seit einigen Wochen habe ich ein Hybrid-Fahrzeug. In HH habe ich keine Probleme mit dem "Tanken". Es gibt reichlich Ladesäulen, alle von Vattenfall, bzw. von Stromnetz Hamburg (als Betreiber). Abgerechnet werden 30 Cent/kWh. Außerdem darf man in HH überall 2 Std kostenlos parken, wenn man ein "E"-Nummernschild hat. In Berlin war ich völlig überrascht, als ich das erste Mal mit der zeitlichen Abrechnung konfrontiert wurde. Ich habe nicht glauben wollen, dass so etwas vom Senat gefördert wird. Ich lade jetzt in der Conti-Garage in der Kulturbrauerei für 30 Cent/kWh an einer Vattenfall-Säule, halt plus Parkgebühr. Aber immer noch besser, als an einer be emobil Ladestation.

Gruß

Michael M.-C.

Aktionstag Elektromobilität

Am 14. Juni dreht sich bei Union Berlin alles rund um Elektromobilität. Los geht´s um 13 Uhr (Ende gegen 21 Uhr) am Stadion an der alten Försterei (An der Wulheide 263, 1255 Berlin). Hier geht´s zum Programm:

http://www.fc-union-wirtschaftsrat.de/aktuelles/292-aktionstag-elektromobilitaet-im-stadion-an-der-alten-foerstrei

Tolle Events im Juni

Im Juni erwarten alle ePiloten tolle Events.

  • Am Mittwoch, den 14.6., bereiten wir den Teilnehmern der eTourEurope ein herzlichen Willkommen in Berlin. Wir treffen uns ab 14.30 am Haupteingang vor der TU-Berlin. Bitte bringt ein paar Kleinigkeiten mit (Getränke, Snacks, Eis…). Ab 15 Uhr erwarten wir die Teilnehmer der eTourEurope samt Fahrzeugen. Gegen 16.30 fahren wir gemeinsam in Richtung Hauptbahnhof und platzieren uns auf dem Washington-Platz (bis ca. 18.30). Um auf den Platz zu fahren zu können, nutzt bitte die Online-Anmeldung:http://www.etoureurope.eu/route/14-06-2017-washingtonplatz-berlin/
  • Am Freitag, den 16.6., findet unser nächster eStammtisch statt. Diesmal treffen wir uns auf dem EUREF-Gelände am Gasometer in Berlin-Schöneberg, also dort, wo die Zukunft schon heute gemacht wird. Eintreffen ab 16.30, los geht´s um 17.00. Kleine Snacks und Getränke werden bereits stehen. Wir freuen uns auf einige interessante Impulsvorträge und einen Einblick in die Arbeit des EUREF. Lademöglichkeiten sind vor Ort vorhanden. Zur Anmeldung bitte den folgenden Doodle nutzen:http://doodle.com/poll/u5qx6ybx3kcwyekx
  • e/motion in Oranienburg am 24.6.2017, 10-16 Uhr, Schlossplatz Oranienburg
    https://www.facebook.com/wj.emotion
  • more to come…

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer!

 

Elektromobilität – falsch beraten in Teltow

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich an Sie mit einer Beschwerde. Eine gute Bekannte von mir hat sich vor Kurzem in Ihrem Autohaus in Teltow nach Elektroautos erkundigt und wurde dort komplett falsch beraten. Folgendes wurde ihr erläutert:

  1. Elektroautos fahren nur mit Kohlestrom und leisten keinen Beitrag zum Klimaschutz
    Diese Aussage ist falsch.
    Kein E-Auto fährt nur mit Kohlestrom, schon gar nicht im Landkreis Potsdam-Mittelmark, in dem bereits mehr als 90% des Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Doch selbst mit Kohlestrom (820 g CO2 pro km, Quelle: IPCC 2014) betragen die CO2-Emissionen pro km (Durchschnittsverbrauch 15 kWh/100 km) 123 g pro km und liegen damit unterhalb der aktuellen CO2-Werte aller im April zugelassenen PKW in D (130 g CO2 pro km). Zu den Werten der Verbrenner sind aber noch 15% Vorkettenemissionen aus Förderung, Transport, Lagerung und Verarbeitung in Raffinerien zuzurechnen, daher schneidet das E-Auto sogar mit Kohlestrom besser ab. Nimmt man die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Stromerzeugung (480 g CO2 pro kWh; 2016), dann liegt das E-Auto bei nur noch bei 72 g CO2 pro km. Diesen Wert schafft kein aktueller Benziner oder Diesel und auch Hybride nur mit größter Mühe. Mit einem zertifiziertem Ökostromvertrag fährt das Auto nur noch mit wenigen Gramm pro km und bläst den Menschen weder Stickoxide noch Feinstaub direkt in die Lungen.
  2. Das Batterierecycling sei ungeklärt
    Auch diese Aussage ist falsch, da alle namhaften Hersteller bereits intensiv am Recycling der Fahrzellen arbeiten. Zudem sind Autoakkus noch lange nutzbar, z.B. als stationäre Akkus oder in Inselsystemen, bis diese endgültig dem Recycling zugeführt werden müssen (ca. 25-30 Jahre).
  3. Die Zellherstellung benötigt so viel Energie, das lohnt nicht
    Ebenso ist diese Aussage falsch.
    Richtig ist, dass die Herstellung von einer Speicherkapazität mit 75-150 kg CO2 angesetzt werden kann. Bei einem PKW-Akku mit 22 kWh sind das max. 3,3 Tonnen CO2. Durch die Einsparungen beim Fahren ist dieser Wert nach 25-40.000 km wieder eingeholt. Zudem muss von diesem Wert all das abgezogen werden, was für ein E-Auto nicht hergestellt werden muss und auch nie ersetzt oder repariert werden muss, da auch Verbrennerfahrzeuge nicht am grünen Baum wachsen.
  4. Es gibt für E-Autos zu wenige Ladestationen
    Ja, aber daran sind auch die Hersteller schuld. Bis auf Tesla baut kein PKW-Hersteller, vor allem kein deutscher, Ladestationen. Erst jetzt, angesichts der massiven Konkurrenz aus Asien, schein da langsam was in Bewegung zu kommen. Anstatt meine Bekannte zu beraten, wo man laden kann und was sie in ihrer Garage braucht, wird Unsicherheit verbreitet. Sorgen Sie als Volkswagen besser dafür, dass es mehr Ladestationen gibt!
  5. Sie braucht eine Ladestation von VW
    Falsch, sie hätte den E-up mit jeder Wallbox mit Typ2-Anschluss laden können und braucht natürlich nicht eine Wallbox von VW. Auch hier wieder: Anstatt einer korrekten Beratung, wieder nur Verunsicherung. Anstatt sich ein Zusatzgeschäft zu verschaffen (E-Check, Wallbox, ggf. Solaranlage), wird purer Unsinn erzählt.

Meine Bekannte war massiv verunsichert, da ich ihr sehr zum Umstieg auf ein E-Auto geraten hatte und sie eigentlich einen E-up kaufen wollte. Nun wird sie Ihr Autohaus meiden und sich einen Renault ZOE zulegen.

Gut gemacht!

Gerade in Zeiten von Diesel-Gate und dem vielbeschworenen neuen Denken bei Volkswagen halte ich ihre Beratung für unerträglich. So wird das nichts mit der Elektromobilität bei Volkswagen, gar nichts.

Übrigens: Raten Sie mal, was der Verkäufer meiner Bekannten geraten hat…richtig, sie solle sich einen Diesel kaufen. Man glaubt es nicht.

Mit freundlichen Grüßen

J. Affeldt

Gesendet von Mail für Windows 10

Einladung zum eStammtisch im Juni 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde und Bekannte,

werte Interessenten,

 

wir laden ein zum nächsten eStammtisch der Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg am:

Freitag, 16.6.2017

Ort: EUREF-Campus; bei Inno2Grid

Zeit: ab 17 Uhr (Eintreffen ab 16.30)

 

Wie immer erwarten uns spannende Gäste und Kurzvorträge rund um aktuelle Themen der Elektromobilität. Nutzen Sie die Möglichkeit, mit Anwendern und Fachleuten ins Gespräch zu kommen.

 

Sie sind Privatperson, Verwaltungsmitarbeiter/in, Firmenangehöriger oder Startup und wollen den anwesenden Gästen mit einem Impulsvortrag Gesprächsstoff liefern, sich vorstellen oder Ihre Erfahrungen mit Anwendern diskutieren? Gerne! Melden Sie sich an und nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns auf Ihr Angebot.

 

Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen. Zur Anmeldung nutzen Sie bitte den folgenden Doodle-Link:

 

http://doodle.com/poll/u5qx6ybx3kcwyekx

 

Lademöglochkeiten vorhanden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg

J.Affeldt

Meiereifeld 7e

14532 Kleinmachnow

Telefon: 033203-23840

Mobil: 0176-84 20 48 27

Ein schwarzer Tag für die Elektromobilität in Deutschland

Heute hat Kanzlerin Merkel das ausgesprochen, was längst kein Geheimnis oder Überraschung mehr ist: Das großspurig angekündigte Ziel, 2020 eine Million Elektroautos auf den Straßen zu haben, „wird wohl nicht erreichbar sein“. Was für eine Blamage für das Autoland Deutschland, was für ein Versagen der Politik und der Wirtschaft und welch ein Erfolg der Lobbyarbeit hinter den Kulissen. Denn nun wird die Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Umstellung auf eine nachaltige Mobilität wieder von vorne losgehen.

(Ein Bild sagt alles: Frau Merkel legt schon mal den Stecker beiseite)

Wieder einmal versagt Deutschlands Politik, wenn es darum geht, Zukunftstechnologien nach vorne zu bringen, Mut zu haben und vor allem zu seinen Zusagen zu stehen. Die Zukunft liegt vorn, nicht in der Vergangenheit.

Beispiel Photovoltaik: Da hatten wir mal Zeiten, in denen bis zu 7,5 GW an PV-Leistung pro Jahr in Deutschland installiert wurden. Dann kam der Deckel – und das elende Gerede um die steigenden Strompreise, an denen ja vor allem die neuen Energien Schuld seien – auf 2,5 GW pro Jahr. Und heute: Kaum 1,5 GW wurde 2016 an PV-Leistung neu installiert. Doch um die Klimaschutzziele zu erreichen wären 4 -5 GW pro Jahr nötig. Wir wollen ja nicht nur Strom für Haushalte, Gewerbe und Industrie, wir wollen ja auch noch die Wende in den Bereichen Verkehr und Wärme schaffen. Dazu reicht das Ausbautempo der neuen Energien lange nicht aus. Und das wird dann das nächste Ziel, was krachend verfehlt wird. Da halten wir lieber an Kohle und Diesel fest. Mal sehen, wann der Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie kommt…man würde ja sonst die Klimaschutzziele nicht schaffen. Ich gehe jede Wette ein, dass das kommt. Die Atomkonzerne gehen sicher bereits in Stellung.

Zurück zur Elektromobilität. Nun zieht Frau Merkel mit solchen schlimmen Äußerungen wohlmöglich den Stecker, obwohl die Entscheidung zugunsten der Elektromobilität doch woanders längst gefallen ist. China gibt den Ton an. Die technologische Kompetenz in Sachen Speicher liegt längst in Asien (LG, Samsung, Panasonic) und den USA (Tesla). Deutschland ist auf dem besten weg, sich alle Chancen, von dieser Riesensache etwas abzubekommen, selber zu nehmen. Seit Jahrzehnten nur Blabla, nur Ankündigungen. Audi hat wenig, BMW ein wenig, Daimler nichts, VW baut noch Konversationen statt reiner E-Autos. Technisch gut, aber nichts so richtig Neues. Und selbst sowas wie den Prius kriegen sie nicht hin, stattdessen halbherzige PlugIn-Hybride. Weil sie nicht wollen. Zu gut verdient man am Althergebrachten, zu bequem das Nest, in dem man sitzt. Die Fördermillionen aus Bürgerhand hat man gern genommen, liefern muss man ja nichts. Zuletzt hat sich Opel blamiert: ganze 90 Ampera-e sollen nach Deutschland kommen. Der Rest geht in die USA und…natürlich, nach Norwegen. Wie war das mit Leitmarkt und Leitanbieter? Alles Unsinn und dummes Gerede.

Ich fange jetzt nicht an, mich zum Dieselskandal zu äußern, da platze ich. Nur soviel: Heute erschien in Nature ein weiterer Beitrag zu den gesundheitlichen Auswirkungen der NOx-Emissionen von Dieselfahrzeugen. Eine Katastrophe. Hausgemacht. Und weder Minister Dobrinth noch Frau Merkel zucken. Angeblich sollen die Stickoxide ja nicht mal so gesundheitsschädlich sein. Was für ein Schlag ins Gesicht der Millionen Menschen, die täglich davon betroffen sind.

Verhinderung und Blockade, wo man nur hinsieht. Die Liste wäre endlos. Gefördert aber wurde Elektromobilität in Deutschland nie. Nur irgendwie und vor allem lustlos verwaltet.

Was nun? Aus die Maus?

Natürlich nicht, denn im Grunde wissen alle, dass es mit fossilen Energien nicht weiter geht. Erst heute hatte ich ein freundliches Gespräch mit dem Besitzer eines NISSAN N-EV200 an der Ladestation im Grunewald. Toll, wieder einer mehr. Und: Ein guter Freund hat sich heute zum wiederholten Male aufgemacht Richtung Süddeutschland zur Kur. Unterwegs ist er, wie immer, mit seinem Elektroauto. Aber nicht einem i3, eGolf oder Audi e-tron. Nein, mit einem alten Citroen Saxo mit NiCD-Akkus aus den 90er-Jahren. Fährt, lädt, fährt, lädt. Die neuen sind kaum besser. Wir wissen ja schon lange: Natürlich geht es! Man muss es halt nur wollen. Und das tun wir!!! Zum Glück gibt es vielerorts aktive und engagierte Menschen, die das Feuer am Leben erhalten. Und man muss es auch deutlich sagen: Zum Glück gibt es Tesla, die alle vor sich her treiben.

Der alte Citroen und die aktuelle Renault ZOE – Franzosen unter sich.
Beide brauchen kein teures Gleichstromladesystem, um reisetauglich zu sein.

Schämen sollten sich alle, die uns das eingebrockt haben.