70% Strom aus erneuerbaren Quellen im Landkreis Potsdam-Mittelmark

Heute hat der Landkreis Potsdam-Mittelmark bekannt gegeben, dass bereits 70% des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen, hauptsächlich Windkraft, stammt. In wenigen Jahren sollen 100% erreicht sein. Für Elektromobilisten heißt dass, dass pro kWh Strom nur noch 142 Gramm CO2 emittiert werden (basierend auf dem Durchschnittwert von 494 Gramm je kWh im Netz der EON.edis im Landkreis Potsdam-Mittelmark). Bei einem Durchschnittsverbrauch von 13,5 kWh/100km (Basis: Peugeot iOn) entspricht das CO2-Emissionen von 1,9 kg CO2/100km. Um diesen Wert mit einem Benzinfahrzeug zu erreichen, dürfte dieses nur noch 0,8 Liter auf 100km verbrauchen; ein Dieselfahrzeug nur noch 0,7 Liter auf 100 km. Auf solche Fahrzeuge werden wir aber sicher noch lange warten…es sei denn, man fährt elektrisch…

Neue Ladestationen eingeweiht

Heute war es soweit, mit insg. fünf Fahrzeugen (Tesla Roadster, CityEl, Citroen Saxo electrique, Opel Ampera sowie Peugeot iOn) haben wir die Drehstromkiste in Feldheim sowie die Ladesäule in Treuenbrietzen (beides entlang der Strecke Leipzig – Berlin) erfolgreich eingeweiht.

Winfried Otto erklärt seinen Opel Ampera

Die 60 km Anreise aus dem Süden Berlins waren in ca. 1h geschafft, in Feldheim wurde dann die Drehstromkiste ordentlich mit vier Fahrzeugen belastet. Leider musste der Citroen an der zweiten Säule in Feldheim geladen werden, da ein Adapter fehlte. Innerhalb von zwei Stunden waren die Akkus wieder voll aufgeladen…mit reichlich Windstrom, denn alle 43 WKA liefen im frischen Wind ordentlich und produzierten reichlich Strom.

Im Zuge einer kleinen Besichtigung konnten wir eine 2MW-WKA von Enercon besichtigen. Schon erstaunlich: bei 1000 kW-Leistung reicht eine Minute, um ausreichend Strom für eine Vollladung zu erzeugen! Bei dieser Erzeugungsleistung könnten theoretisch 285 Elektrofahrzeuge mit einer Ladeleistung von 3,5 kW gleichzeitig geladen werden! Auch interessant: man muss schon sehr nahe an die WKA rangehen, um diese überhaupt zu hören! In einer Entfernung von 100m ist schon nichts mehr wahrzunehmen.

Anschließend ging es auf dem Rückweg noch an die Ladesäule in der Stadt Treuenbrietzen, die seit kurzem zum Strom-Laden zur Verfügung steht. Hier testeten wir u.a. die zahlreichen Anschlüsse auf Belastbarkeit.

Ladesäule, Treuenbrietzen, Strom tanken

Hans, Winfried und Thomas (v.l.) an der Ladesäule in Treuenbrietzen

…etwas Kabelsalat, aber es funktioniert…

Laden an den Schuko-Anschlüssen

Kurz, ein rundrum gelungener Tag! …am 2.10. geht´s Richtung Ostsee…

Von: Julian (22.9.2012)

Vattenfall lud zur Gesprächsrunde

Vor einiger Zeit bekam ich Post von einem Marktforschungsunternehmen, die mich einluden an einer von Vattenfall beauftragten Marktstudie zum Thema „Elektromobilität“ teilzunehmen. Ich hatte zwar nie an einem Modellprojekt von Vattenfall („Mini-E“) teilgenommen, hatte jedoch einige Zeit lang eine Chipkarte für die Vattenfall-Ladesäulen in Berlin, daher hatten die meine Adresse.

BMW Mini E

BMWs Mini-E

Gestern Abend war es dann soweit. In bester Citylage, gegenüber vom alterwürdigen KaDeWe (ich war schon ewig nicht mehr drin…), hat das Unternehmen seinen Sitz. Ziemlich genau um 20 Uhr gings los. Netter Raum, Mikrophone an der Decke, eine Kamera und eine große verspiegelte Wand, hinter der Vattenfall-Mitarbeiter der Gesprächsrunde lauschten.

Geleitet wurde die Runde von einer etwas hektischen Dame, die angeblich nichts von Elektromobilität wusste, was ich ihr aber nicht abgenommen habe. Nach einer Vorstellungsrunde sollten ging es dann um die üblichen Themen:

  • Wie kamen die TN mit der Reichweite zurecht?
  • Welche Anforderungen stellen die Nutzer an die Lädesäulen, insb. die Laternenparker.
  • Was wäre man bereit, für die Nutzung von Schnell-Ladestationen zu zahlen?
  • Wie sollte überhaupt abgerechnet werden (nach Zeit oder Verbrauch)?
  • usw…

Schnell wurden die unterschiedlichen Ansichten der TN deutlich. Die einen setzen auf gesteuertes Laden, anderen wollen max. 3-5 Minuten auf die Vollladung warten, wieder andere wären nicht bereit, fürs Schnellladen mehr zu bezahlen.

Das Elektromobilität etwas mehr ist, als den Tank gegen einen Akku zu tauschen, war nicht allen klar. Interessant war auch, das nur einer z.B. die Lademöglichkeiten des Drehstromnetzes und das LEMNET kannte.

Einig waren wir uns, dass es wirklich EINE Datenbank mit Ladestationen geben sollte. Wer will schon 5-6 Apps auf dem iPhone, nur um die nächste Ladestelle zu finden. Ärgerlich auch, wenn z.B. einige Stadtwerke Lademöglichkeiten haben, diese aber nirgends veröffentlichen (Beispiel: Stadtwerke Greifswald).

Spannend waren auch die Ansprüche an das zukünftige Laden: möglichst alle Infos sollen auf´s Smartphone, z.B. Ladestand, verfügbare Reichweite usw. Ja, alles wünschenswert, aber mal ehrlich: wer hat schon ein Auto, das sich meldet, wenn im Winter die Starterbatterie den Geist aufgibt? Man kann alles immer noch besser (und teurer…und störanfälliger) machen. Solange es kaum Fahrzeuge gibt, die man tatsächlich kaufen kann (insb. von dt. „Premium“-Herstellern), muss man sich darüber wenig Gedanken machen. Und ob die den Einstieg in die Elektromobilität wirklich ernsthaft wollen, darf bezweifelt werden. Andere sind da weiter.

Ich wünsche mir:

  1. eine (!) Chipkarte, mit der ich an jeder (!) Ladesäule in Europa laden kann und die Abrechnung von meinem (!) Stromanbieter kommt (Roaming).
  2. einen einheitlichen Stecker
  3. Kabel an den Ladesäulen (wer fährt schon seinen Benzinschlauch durch die Gegend ?)
  4. nicht zugeparkte Ladeplätze
  5. viel mehr Lademöglichkeiten im Umland

Julian

Einladung zum Kreativ-Workshop Elektromobilität

Das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH initiiert einen Kreativworkshop, um neue Ideen im Themenfeld Energie und Elektromobilität zu entwickeln. Mit Hilfe von innovativen Methoden der Ideenfindung und Produktkreation werden in einem Team aus Leadusern und Trendsettern neue Features für eine intuitive Nutzung von E-Mobilität entwickelt.

Für unsere Workshop-Teams suchen wir Alltagsexperten aus verschiedenen Bereichen wie etwa Elektromobilität, Energie oder Sharing sowie Personen aus der Kreativwirtschaft.

Der Workshop findet am 6. und 7. Oktober in den Räumen des InnoZ (Torgauer Straße 12-15, 10829 Berlin) statt. Die besten Einfälle, die aus dem Prozess der Ideenfindung hervorgehen, werden von professionellen Entwicklern in Prototypen umgesetzt. Zwei Wochen später, am 19. Oktober, kommen die Workshopteilnehmer nochmals für 2,5 Stunden zusammen, um die Prototypen zu testen und zu evaluieren. Die Teilnehmer erhalten 200€ (plus Fahrtkosten DB, 2. Klasse). Der Workshop findet im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten Projekts INEES (Intelligente Netzanbindung von Elektrofahrzeugen zur Erbringung von Systemdienstleistungen) statt. Haben Sie Interesse? Dann füllen Sie hier bitte den Fragebogen aus.

Bei Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an:

Esther Konieczny

Innovationszentrum für Mobilität und

gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH

Torgauer Straße 12-15

10829 Berlin

Tel.: (030) 23 88 84 – 117

Fax: (030) 23 88 84 – 120

www.innoz.de/creation.html

creation@innoz.de

Einweihung der neuen Drehstromkiste in Feldheim

Im Rahmen der ersten „eTour-Brandenburg“ wurden am 6. Mai 2012 zwei neue Drehstromkisten übergeben. Eine in Saalow (Scheunenwindmühle) und eine im energieautarken Ortsteil Feldheim. Dort wurde die Drehstromkiste vor wenigen Tagen montiert.

Am 22.9.2012 weihen wir diesen neuen Ladehalt ein und werden ab 10 Uhr  mit einigen Elektrofahrzeugen vor Ort sein (Tesla Roadster, Peugeot iOn…). Interessenten sind herzlich eingeladen.

Drehstromladehalt in Feldheim

Strom vom Schuppendach

Emissionslos mobil, das geht natürlich am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad…oder mit einem Elektrofahrzeug in Verbindung mit der Nutzung erneuerbarer Energien. Gerade hat unsere kleine PV-Anlage auf dem Hausdach die 6000 kWh-Marke überschritten. Mit Blick auf den Verbrauch unseres Peugeot iOn (13,5 kWh nach NEFZ-Messverfahren – in der Praxis eher etwas weniger) reichte diese Energiemenge für  knapp 45.000km. Elektroleicht-Mobile wie das CityEl oder das TWIKE schaffen damit über 100.000km! Und mit einem Pedelec würde diese Menge sogar für rund 750.000km reichen (bei 8 Wh/km). Mit der gleichen Energiemenge schafft eine Verbrenner nicht mal 10000km (bei ca. 6l/100km)!

Wer´s noch einfach mag, kann für sein Zuhause und sein Elektrofahrzeug auch eine kleine PV-Anlage aufbauen. Wir haben vor einiger Zeit z.B. das Dach unseres Fahrradschuppens mit zwei Modulen belegt:

Der erzeugte Strom wird über einen Wechselrichter netzkonform in unser Hausnetz eingespeist und  dort verbraucht. Die kleine Anlage leistet immerhin max. 370 Watt (peak). Mit der Erzeugungsleistung eines Jahres (ca. 350 kWh) läuft der iOn dann rechnerisch rund 2600km. So eine kleine Anlage ist wirtschaftlich und schnell montiert.